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Spritverbrauch berechnen: Mit dieser Formel berechnen Sie den Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometer

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Von: Sebastian Oppenheimer

Den Spritverbrauch zu berechnen ist mit einer mathematischen Formel möglich. Der Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometer kann so selbst überprüft werden.

Um herauszufinden, wie hoch der Spritverbrauch ist, reicht bei neueren Fahrzeugen ein Blick auf den Bordcomputer. Dort wird der Verbrauch von Benzin, Super, Diesel oder auch Strom angezeigt, je nachdem, womit das Fahrzeug betrieben wird. Steht keine Anzeige zur Verfügung oder soll der angegebene Wert überprüft werden, besteht die Möglichkeit, den Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometer manuell anhand einer Formel zu berechnen.

Um den Spritverbrauch bzw. den Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometer zu berechnen, kann die folgende Formel angewendet werden:

Menge des getankten Kraftstoffes in Liter : gefahrene Strecke in Kilometer x 100.

Eine Kraftstoffanzeige/Tankanzeige zeigt einen nahezu leeren Tank an.
Beim Spritverbrauch spielen viele Faktoren eine Rolle. © Patrick Pleul/dpa

Dabei geht man am besten folgendermaßen vor: Zuerst muss vollgetankt werden. Anschließend wird der Kilometerzähler auf null gestellt und es kann losgefahren werden. Während dieser Fahrt sollten nicht nur Autobahnen oder Tempo-30-Zonen genutzt, sondern eine Strecke zurückgelegt werden, die dem täglichen Autofahren entspricht.

Danach wird erneut vollgetankt. Die aufgefüllte Menge wird in Litern notiert und entspricht dem ersten Wert, der für die Berechnung notwendig ist. Der zweite Wert entspricht der Menge der seit dem letzten Tankstopp verfahrenen Kilometer, die auf dem Bordcomputer abgelesen werden können. Nun kann der Spritverbrauch mit der genannten Formel berechnet werden.

Wurden beispielsweise 200 Kilometer zurückgelegt und im Anschluss wieder 20 Liter Sprit nachgefüllt, ergibt sich folgende Rechnung:

20 Liter : 200 km x 100.

Das ergibt einen Verbrauch von 10 Litern Kraftstoff auf einer Strecke von 100 Kilometern.

Diverse Websites bieten zudem Rechner für den genauen Spritverbrauch, sogenannte Spritverbrauchsrechner, an. Für die automatische Berechnung ist lediglich die Eingabe der nötigen Daten erforderlich.

Durchschnittsverbrauch zu hoch – daran kann es liegen

In den technischen Daten kann nachgelesen werden, ob der tatsächliche Spritverbrauch auf 100 Kilometer dem Näherungswert entspricht, der für das entsprechende Auto angegeben wird. Allerdings werden die dort angegebenen Werte meist anhand des im NEFZ (Neuer europäischer Fahrzyklus) angegebenen Spritverbrauchs berechnet. Ein Großteil der Autos verbraucht allerdings etwa 20 bis 30 % mehr Kraftstoff, als dort angegeben wird. Damit ein Fahrzeug in den USA zugelassen wird, muss es beispielsweise verschiedene Fahrzyklen bestehen. Geprüft wird das Ganze von der Environmental Protection Agency.

Übersteigt der anhand der Formel berechnete Durchschnittsverbrauch des Fahrzeugs auch diesen Wert enorm, kann das verschiedene Gründe haben. Es könnte beispielsweise ein technisches Problem vorliegen. Möglicherweise sind die Zündkerzen abgenutzt, die Bremsen sind defekt oder die Motorsteuerung funktioniert nicht mehr einwandfrei. Zudem kann auch ein zu niedriger Reifendruck oder Ölstand zu einem erhöhten Spritverbrauch beitragen. Diese Faktoren gilt es auch unabhängig vom Verbrauch stets zu beachten, um die Sicherheit aller Insassen zu gewährleisten.

Tanken: Ein Tankrüssel steckt in einem Fahrzeugtank.
Wenn der Spritverbrauch über längerfristig außergewöhnlich ansteigt, sollte man eventuell eine Werkstatt aufsuchen. © Arno Burgi/dpa

Spritverbrauch senken – Tipps und Tricks

Ergab die Berechnung anhand der vorgestellten Formel einen sehr hohen Verbrauch, gilt es diesen zu senken. Vor allem in Zeiten von besonders hohen Benzinpreisen oder auch Dieselpreisen ist eine Senkung besonders sinnvoll. Das Anpassen des eigenen Fahrstils kann zu einem geringeren Durchschnittsverbrauch auf den zurückzulegenden Routen beitragen. Vorausschauendes Fahren macht sich sichtlich bemerkbar. Auf folgende Punkte sollte geachtet werden:

Auch das übermäßige Nutzen von Heizung und Klimaanlage können den Spritverbrauch um mehrere Liter pro 100 Kilometer Strecke und damit auch die Spritkosten in die Höhe treiben. Der ADAC hat sich einmal angeschaut, wieviel Sprit eine eingeschaltete Sitzheizung verbraucht.

Das Abnehmen von ungenutzten Dachgepäckträgern hilft ebenfalls dabei, den Verbrauch zu reduzieren. Diese sorgen für einen erhöhten Luftwiderstand, wodurch bis zu 20 Prozent mehr Kraftstoff aufgewendet werden müssen.

Sophie Neumärker

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