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Spritpreis: So setzt er sich zusammen – der Staat kassiert am meisten

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Von: Simon Mones

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Die Spritpreise in Deutschland kennen nur eine Richtung: nach oben. Doch wer kassiert eigentlich wie viel?

Berlin – Seit Wochen kennen die Spritpreise in Deutschland nur eine Richtung: nach oben. Inzwischen rückt sogar das bisherige Allzeithoch aus dem Jahr 2012 in greifbare Nähe. Doch warum sind die Spritpreise in Deutschland eigentlich so teuer geworden?

Dafür gibt es verschiedene Gründe, denn der Preis an der Zapfsäule ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Einer dieser Faktoren ist der Rohölpreis. Anfang Oktober stieg dieser auf ein Rekordhoch, unter anderem weil sich die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC, Organization of the Petroleum Exporting Countries) entschieden hat, trotz höherer Nachfrage nicht mehr Öl fördern zu wollen. (Spritpreise gehen durch die Decke – so können sich Autofahrer wehren)

Spritpreis: So setzt er sich zusammen – der Staat kassiert am meisten

Ein weiterer Faktor ist, dass der US-Dollar derzeit im Vergleich zum Euro sehr stark ist, was den Ankauf von Öl teuer macht. Allerdings ist der Anteil von Ölpreis und Dollarkurs vergleichsweise gering, er macht lediglich 35 Prozent des Spritpreises aus, wie die Tankstellenkette Aral in einer Übersicht offenlegt. Bei einem angenommenen Preis von 1,659 Euro pro Liter Super E10, sind das 58,4 Cent pro Liter. (Spritpreise steigen immer weiter: Tankstellen knacken Zwei-Euro-Marke)

Schatten einer Zapfpistole neben einer Zapfsäule (Symbolbild)
Die Autofahrer in Deutschland müssen an der Tankstelle immer tiefer in die Tasche greifen. (Symbolbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Den Löwenanteil des Spritpreises besteht nämlich aus Steuern und Abgaben. Neben der Mehrwertsteuer beinhaltet dieser Posten auch die Energiesteuer, die CO2-Abgabe sowie einen Beitrag an den Erdölbevorratungsverband (EBV). Insgesamt machen Steuern und Abgaben 59 Prozent des Spritpreises aus. Pro Liter Super E10 zahlt der deutsche Autofahrer somit Steuern und Abgaben in Höhe von 98,2 Cent pro Liter (bei 1,659 Euro pro Liter Super E10). (Benzinpreis-Hammer kommt nach Bundestagswahl im September – egal wer gewinnt)

Spritpreis: So setzt er sich zusammen – kaum Gewinn für Tankstellen

Heißt allerdings auch: Lediglich sechs Prozent des Spritpreises bleiben bei der Tankstelle – davon gehen jedoch noch Kosten ab, etwa für die Pacht. Letztlich macht sie ein bis zwei Cent pro Liter Gewinn. Wer beim Tanken sparen will, der sollte sich die Preise in den Nachbarländern von Deutschland angucken. (ADAC prüft Preise an der Autobahn: Besser runter Richtung Autohof?)

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Besonders in Polen lässt sich viel Geld sparen, dort kostet der Liter Super E10 um die 1,25 Euro. Auch eine Fahrt nach Tschechien, Österreich oder Luxemburg kann sich lohnen, wie die dpa berichtet. Wer nicht grenznah wohnt, kann trotzdem sparen. Denn wie der ADAC festgestellt hat, sind die Spritpreise zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr am „günstigsten“.

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