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Spritpreise steigen weiter – Tankstellen nehmen Allzeithoch ins Visier

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Von: Simon Mones

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Die deutschen Autofahrer müssen beim Tanken tief in die Tasche greifen. Die Preise nähren sich immer mehr dem Allzeithoch von 2012.

München – So mancher Autofahrer dürfte sich dieser Tage zweimal überlegen, ob er wirklich tanken muss. Denn: Mancherorts werden für den Liter Super bereits Preise jenseits der Zwei-Euro-Marke gemeldet. Insbesondere an den Autobahn-Tankstellen sind solche Tarife keine Seltenheit mehr.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Bundesdurchschnitt wider, wie der ADAC mitteilt. Der Automobilklub wertet wöchentlich die Spritpreise aus. Die wenig überraschende Erkenntnis: Die Preise für Benzin und Diesel haben erneut deutlich angezogen. (Autofahren bald unbezahlbar? Das sind die krassesten Preistreiber)

Spritpreise steigen weiter – Tankstellen kratzen an Allzeithoch

Für den Liter Super E10 mussten Autofahrer an den deutschen Tankstellen 3,8 Cent mehr bezahlen (im Vergleich zur Vorwoche). Im Bundesschnitt lag der Preis bei 1,647 Euro. Beim Diesel fiel der Preisanstieg noch heftiger aus. Der Preis pro Liter zog um 4,8 Cent auf durchschnittlich 1,526 Euro an. (Spritpreise gehen durch die Decke – so können sich Autofahrer wehren)

50-Euro-Scheine stecken in einem Tankstutzen. (Symbolbild)
Die Spritpreise sind im Vergleich zur Vorwoche deutlich gestiegen. (Symbolbild) © imago images / blickwinkel

„Damit sind die Kraftstoffpreise so hoch wie lange nicht“, heißt es vom ADAC. Und tatsächlich nähren sich die Spritpreise in Deutschland immer mehr dem Allzeithoch aus dem Jahr 2012. Für Super E10 mussten die Autofahrer am 13. September 2012 besonders tief in die Tasche greifen: Damals kostete der Liter 1,709 Euro. „Beim Diesel war dies mit 1,554 Euro pro Liter am 26. August 2012 der Fall“, schreibt der Automobilclub. (ADAC prüft Preise an der Autobahn: Besser runter Richtung Autohof?)

Spritpreise steigen weiter – Diesel und Benzin nähren sich an

Die Gründe für den Anstieg der Spritpreise sind vielfältig. Neben den Rohölpreisen spielt auch der Wechselkurs zwischen Dollar und Euro eine wichtige Rolle. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent befindet sich zwar auf einem Acht-Jahres-Hoch, ist aber dennoch günstiger als 2012. Allerdings ist der Dollar im Vergleich deutlich stärker als vor neun Jahren und verteuert so die Ölimporte aus den USA nach Europa.

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Ein weiterer Grund für die steigenden Spritpreise ist die CO2-Abgabe von sieben Cent pro Liter. Diese soll bis 2025 deutlich erhöht werden, womit auch die Preise an den Zapfsäulen weiter steigen werden. Beim Diesel spielt zudem die jahreszeitbedingte starke Nachfrage nach Heizöl eine Rolle. Dadurch nähern sich die Preise für die beiden Kraftstoffsorten an.

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