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Nächster Diesel-Schock: Wichtiger Zusatz könnte knapp werden

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Von: Simon Mones

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Die Diesel- und Benzinpreise steigen immer weiter in die Höhe. Doch nun droht der nächste Schock an der Tankstelle?

München – Seit Monaten kennen die Spritpreise in Deutschland nur eine Richtung: nach oben. Diesel hat unlängst gar ein neues Allzeithoch erreicht und auch die Super-Preise sind nicht mehr weit von einem neuen Höchstwert entfernt. Doch die schlechten Nachrichten für Autofahrer nehmen kein Ende. Zumindest für die Besitzer moderner Diesel-Fahrzeuge.

Diese brauchen neben dem Kraftstoff auch AdBlue, einen Harnstoff-Zusatz, der für die Abgasreinigung benötigt wird. Diesen gibt es an der Tankstelle oder im Baumarkt. Allerdings könnte AdBlue bald knapp und folglich ebenfalls teurer werden, wie der ADAC mitteilt. (ADAC prüft Preise an der Autobahn: Besser runter Richtung Autohof?)

Nächster Diesel-Schock: Wichtiger Zusatz könnte knapp werden

Den Grund für die drohende Knappheit wird der ein oder andere Dieselfahrer schon selbst zu spüren bekommen haben: die Gaspreise. Denn nicht nur der Sprit wird in Deutschland immer teurer, sondern auch das Gas. Das ist aber wiederum ein Grundstoff für das für die AdBlue-Herstellung benötigte Ammoniak. (Petition gegen Rekord-Spritpreis: Autoclub will Obergrenze festlegen lassen)

Einfüllstutzen für Diesel und AdBlue (Symbolbild)
Nach Diesel könnte nun auch AdBlue deutlich teurer werden. (Symbolbild) © Michael Weber/Imago

Erste Chemiewerke, darunter auch die BASF, hätten daher bereits die Produktion gedrosselt. In Italien stehe im ersten AdBlue-Werk die Produktion schon still. Der Mineralölwirtschaftsverband e. V. (MWV) beobachte die Entwicklung hierzulande daher aufmerksam.

„Eine Versorgungslücke bei AdBlue ist uns aktuell nicht bekannt. Wir sind uns allerdings der Situation bewusst. Diese beobachten unsere Mitgliedsunternehmen sehr genau und haben Vorkehrungen getroffen, um die Lieferungen aufrechterhalten zu können. Wie sich die Situation bezüglich Preisen und Versorgung weiter entwickelt, ist schwierig abzuschätzen“, so ein MWV-Sprecher zum ADAC. (Spritpreis: So setzt er sich zusammen – der Staat kassiert am meisten)

Nächster Diesel-Schock: Lohnt ein AdBlue-Vorrat?

Die Technik-Experten des Automobilclubs raten daher zur Prüfung, ob sich ein Vorrat an AdBlue lohnt. „Letztendlich hängt dies vom Verbrauch des jeweiligen Fahrzeugs und der Fahrstrecke des Einzelnen ab“, schreibt der ADAC. In der Regel liegt der AdBlue-Verbrauch bei drei bis fünf Prozent des Kraftstoffverbrauchs. (Vorbild Frankreich? Bürger bekommen wegen hoher Spritpreise Geld)

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Unterm Strich dürfte sich ein Vorrat also nur für Vielfahrer lohnen: „Die meisten Autofahrer müssen AdBlue jedoch nur ein- bis zweimal im Jahr nachfüllen.“ Der ADAC macht zudem deutlich, dass die Preissteigerung alleine kein Grund sei, den Diesel-Zusatzstoff zu Hause zu lagern. Denn nicht immer steht diese mit der Einsatzmenge im Pkw und dem notwendigen Aufwand der Lagerung im Verhältnis. Wer sich jedoch dazu entscheidet, einen AdBlue-Vorrat anzulegen, sollte Folgendes beachten:

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