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Reifenwechsel steht an: Was die Kennzeichnungen auf den Seitenwänden bedeuten

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Wer die Codes auf den Seitenwänden von Autoreifen entschlüsseln kann, erfährt einiges – zum Beispiel das Alter des Pneus oder auch die maximal zugelassene Höchstgeschwindigkeit.

Die einen überlassen den saisonalen Reifenwechsel gerne der Werkstatt, die anderen wechseln die Reifen selbst – und lagern sie auch eigenhändig bei sich zu Hause ein. Beim Neukauf von Reifen ist es ähnlich: Viele lassen sich lieber in der Werkstatt beraten – und schlagen dann entsprechend der Empfehlungen zu. Den Profis zu vertrauen, ist sicherlich kein Fehler. Wer dennoch wissen will, was er eigentlich genau für Reifen auf seinem Auto hat, sollte die Kennzeichnungen auf der Seitenwand der Pneus lesen können. Diese verraten unter anderem das Produktionsdatum und auch die maximale Geschwindigkeit, die mit einem Reifen gefahren werden darf.

Reifenwechsel steht an: Was bedeuten die Kennzeichnungen auf den Seitenwänden?

Einer der vielen Codes auf den Reifen sieht beispielsweise folgendermaßen aus: 205/55 R16 91V. Was heißt das nun? Die erste Zahl gibt die Reifenbreite in Millimetern an, in diesem Fall sind es also 205. Nach dem Schrägstrich folgt das Verhältnis von Höhe zu Breite. 55 bedeutet, dass die Seitenwand des Reifens eine Höhe von 55 Prozent der Breite des Reifens hat. Das „R“ steht für die Bauart – in diesem Fall handelt es sich um die heute gängige Bauart „Radial“. Die Buchstabenfolge „RF“ würde beispielsweise für Run-Flat-Reifen – also Notlaufreifen – stehen. Die dann folgende Zahl ist der Felgendurchmesser in Zoll (in diesem Fall also 16 Zoll).

Kennzeichnungen auf Autoreifen: Lastindex gibt die maximale Belastung pro Rad an

Darauf folgt der sogenannte Tragfähigkeits- beziehungsweise Lastindex. Dabei handelt es sich aber nicht um eine konkrete Kiloangabe, sondern einen Wert, der sich in entsprechenden Tabellen nachschauen lässt. 91 steht für eine maximale Belastung von 615 Kilogramm pro Reifen. Der letzte Buchstabe dieses Codes ist der Geschwindigkeitsindex, er gibt das maximale Tempo an, mit der der Reifen gefahren werden darf. Auch dieser Wert lässt sich in entsprechenden Tabellen nachschauen. Ein Reifen mit „V“ wäre bis zu 240 km/h zugelassen.

Eine Reifenflanke
Auf der Reifenflanke finden sich zahlreiche Codes – sie verraten unter anderem das Produktionsdatum. (Symbolbild) © Steinach/Imago

Kennzeichnungen auf Autoreifen: DOT-Nummer verrät das Alter der Pneus

Ebenfalls auf der Reifenflanke findet sich die sogenannte DOT-Nummer (DOT steht für Departement of Transportation) – von dieser sind für den Autobesitzer vor allem die letzten vier Ziffern interessant. Denn diese verraten Woche und Jahr der Produktion – und geben somit Aufschluss über das Alter des Reifens. Wären die letzten vier Ziffern beispielsweise 1721, so wäre der Reifen in der Kalenderwoche 17 des Jahres 2021 hergestellt worden.

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Kennzeichnungen auf Autoreifen: Gibt es einen Richtungspfeil, so ist er zu beachten

Gelegentlich ist auf Autoreifen auch ein Pfeil aufgebracht, der die Laufrichtung anzeigt. Zumeist wird ein solcher Pfeil noch mit Bezeichnungen wie „Rotation“ oder „Direction“ versehen – bei der Montage muss dies entsprechend beachtet werden. Außerdem befindet sich an Reifen immer ein E-Prüfzeichen – dieses bestätigt, dass die entsprechende EU-Norm für Pkw-Reifen eingehalten wurde.

Eine Besonderheit weisen Winterreifen beziehungsweise Ganzjahresreifen (die sich nicht für jedes Anforderungsprofil eignen) auf: Sie müssen nicht mehr nur mit „M+S“ gekennzeichnet sein, sondern seit 2018 auch mit dem dreigezackten Bergpiktogramm, auch „Alpine“-Symbol genannt. Dabei müssen Fahrer beachten, dass ihr Geschwindigkeitsindex unter der möglichen Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs liegen kann. Ein entsprechender Warn-Aufkleber im Sichtfeld des Fahrers soll den Lenker daran erinnern.

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