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„Zu viel Ärger“: Waschanlage bei Oldenburg lässt keine Teslas mehr rein

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Von: Bjarne Kommnick

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An Tankstelle der Raiffeisen Hatten-Huntlosen können Tesla-Autos vorerst nicht mehr in die Waschanlage. Zu viel Ärger gab es mit Modellen des Autoherstellers.

Hatten – Wer mit seinem Tesla in die Waschanlage möchte, der sollte künftig einen Bogen um Tankstellen der Raiffeisen Hatten-Huntlosen eG im Landkreis Oldenburg machen. Alle anderen Automarken sind willkommen. Der Grund für diese Entscheidung: Zu viel ärger habe es mit Tesla-Modellen bei der Autowäsche gegeben, mit andere Autoherstellern seien ähnliche Vorfälle bisher noch nicht bekannt. Genauer gesagt habe es Ärger mit offenen Lade- und Heckklappen gegeben. Deshalb sind Teslas an Tankstellen der Raiffeisen Hatten-Huntlosen nun verboten, wie kreiszeitung.de berichtet.

GemeindeHatten
Bevölkerung13.847
Fläche103,4 km²
Höhe14 m

Waschanlage in Hatten-Huntlosen verhängt Tesla-Verbot: „Erstmal davon ausgeschlossen“

„Ich habe nichts gegen E-Mobilität“, erklärt Wilfried Knipper, Geschäftsführer der Raiffeisen Hatten-Huntlosen gegenüber der NZW in Hinsicht auf das Tesla-Verbot. Dennoch betont er: „Wir haben uns dafür entschieden, dass Autos der Marke Tesla vorerst nicht mehr in unseren Waschanlagen gewaschen werden“. Andere E-Autohersteller seien demnach also nicht ausgeschlossen von den Tankstellen-Waschanlagen: „Darum bekommen Elektroautos anderer Marken bei uns nach wie vor eine Autowäsche. Nur Tesla ist erst mal davon ausgeschlossen“, erklärt Knipper. Immerhin soll in 2022 die Zahl der Super-Charger für Teslas in Deutschland steigen*.

Ein Auto in einer Autowaschanlage und ein durchgestrichenes E-Auto von Tesla
Wegen hochsensibler Klappen: Tankstelle verbietet E-Autos des Herstellers Tesla in ihrer Waschanlage. (kreiszeitung.de-Montage) © Antonio Gravante/imago/David Zalubowski/dpa

„Durch dieses vorläufige Verbot wollen wir dem Ärger und den eventuellen Schadensersatzklagen zuvorkommen.“ Denn in kürzester Zeit sei es zu Vorfällen gekommen, bei denen Lade- und Heckklappen von Teslas aufgesprungen seien. Es sei üblich, dass Tesla-Fahrerinnen und -Fahrer ihr Fahrzeug vor der Autowäsche abschließen. In allen Fällen hätten das die betroffenen Kundinnen und Kunden auch beteuert. Knipper vermutet deshalb, dass die sensible Technik von Teslas der Grund dafür seien könnte. Zuletzt musste Tesla bereits 500.000 zurückrufen, weil diese „furzen würden“. Zudem hatte Tesla weitere 53.000 Euro zurückgerufen, weil diese nicht an Stoppschildern halten würden.

Tesla-Verbot in Waschanlage an Raiffeisen-Tankstellen: Neuer „Waschanlagen-Modus“ soll problem beheben

Bei neueren Modellen hätte Tesla bereits extra einen „Waschanlagen-Modus“ in die Fahrzeuge integriert. Dieser Modus könnte diese Probleme bereits wieder hinfällig werden lassen. Denn besonders bei älteren Teslas komme es vor, dass von Modell zu Modell unterschiedliche Schritte zum Auto-Waschen nötig seien. Deshalb kam es nun vorerst zu diesem Verbot der Raiffeisen Hatten-Huntlosen. Im neuen Werk im brandenburgischen Grünheide hatte Tesla vor kurzem angekündigt, Autos im Wert von 125.000 Millionen Euro zu produzieren, nur um sie dann wieder zu verschrotten.

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Wie lange das Verbot greift, bleibt wohl noch abzuwarten. Jedoch stellt Knipper bereits in Aussicht, dass diese Entscheidung keine endgültige sein muss. „Ich habe ja nichts gegen E-Autos und auch nicht gegen Tesla. Wir warten ab, was passiert und ob sich da noch was ändert.“ Lesen Sie auch: Für eine Berliner Familie wurde eine Fahrt mit dem Elektroauto zur Odyssee. Bei der Raiffeisen in Brettorf kam es vergangenes Jahr zu einem Großbrand, der einen Schaden in Höhe von 350.000 Euro verursachte. * kreiszeitung.de, 24hamburg.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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