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Wasserstoff statt Diesel: V8-Motor wird klimafreundlich

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Von: Simon Mones

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Hat der Verbrenner doch noch eine Chance? Nach der Deutz AG hat auch Punch Hydrocells einen Wasserstoffmotor angekündigt.

Turin (Italien) – Die allermeisten Autohersteller haben sich längst festgelegt: Die Zukunft gehört dem Elektromotor – zumindest so lange es um Pkw geht. Wasserstoff soll hingegen nur bei Lkw zum Einsatz kommen. Einzig Toyota mit dem Mirai und Hyundai mit dem Nexo setzten noch auf Wasserstoffautos.

Doch auch abseits der etablierten Hersteller spielt Wasserstoff weiterhin eine Rolle. So hat beispielsweise der Kölner Motorenhersteller Deutz AG einen Motor vorgestellt, der Wasserstoff als Brennstoff benutzt. Dieser basiert auf einem bestehenden Dieselmotor und soll 2024 in Serie gehen. Einen ähnlichen Weg geht nun auch das Unternehmen Punch Hydrocells.

Wasserstoff statt Diesel: V8-Motor wird klimafreundlich

Das Tochterunternehmen der Punch Group entschied sich dabei für den Duramax V8-Motor von Chevrolet. Eine nahe liegende Entscheidung, da die italienische Tochter des belgischen Entwicklungsdienstleisters 2020 einen Entwicklungskomplex von GM in Turin übernahm. (Toyota, Mazda und Co: So wollen die Japaner den Verbrenner retten)

Ein Duramax-V8-Dieselmotor von General Motors.
Der Duramax-V8-Dieselmotor könnte zukünftig mit Wasserstoff betrieben werden. © General Motors

Seither darf das Unternehmen den 6,6-Liter-V8-Diesel auf allen Märkten außerhalb der USA bauen und vertreiben. In einem Interview mit „Automotive News Europe“ stellte der Punch-Chef Guido Dumarey jedoch bereits klar, man wolle in Turin keinen Motor bauen, der mit fossilen Brennstoffen angetrieben wird. (Elektroautos: Diesen alternativen Antrieb mögen die Deutschen lieber)

Wasserstoff statt Diesel: V8-Motor wird zunächst in Booten eingesetzt

Statt mit Diesel soll der V8-Motor künftig mit Wasserstoff betankt werden. „Der Wasserstoff-Verbrennungsmotor bietet eine Lösung für einen emissionsfreien Kohlenstoff-Fußabdruck und hat Vorteile in Bezug auf Gewicht und Tankzeit im Vergleich zu batteriebetriebenen Antrieben“, erklärt das Unternehmen in einer Mitteilung.

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Wie auch bei Deutz, soll auch der von Punch umgerüstete Duramax-V8 2024 serienreif sein. Zunächst soll das Aggregat in Zusammenarbeit mit der Castagnola Yacht-Werft erst einmal in Booten zum Einsatz kommen. Dumarey betonte zudem, dass der Motor dann auch weltweit – also auch in den USA – vertrieben werden könne. Weitere Varianten des Motors sollen folgen. An einen Einsatz in Pkws glaubt jedoch auch der Punch-Chef nicht, da der benötigte Tank zu groß sei. Anders sehe die Situation bei Transportern oder Pick-up-Trucks aus. *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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