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Neue Wallbox-Förderung: Verbraucherschützer fordern Bedingungen

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Von: Simon Mones

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Ende Oktober ist die Förderung privater Wallboxen ausgelaufen. Jetzt werden Stimmen laut, die eine Neuauflage fordern.

Düsseldorf – Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Elektroauto. Im November lag der Anteil der neu zugelassenen Stromer sogar über dem der Benziner. Für viele ist es das erste Elektroauto und somit stellt sich die Frage: Wo kann ich mein Auto laden? Die einfachste Option wäre zu Hause – mit einer Wallbox.

Wer schnell war, konnte hier bis Ende Oktober noch Fördergelder mitnehmen. Bis zu 9000 Euro waren möglich. Doch seit Ende Oktober wird die Anschaffung der Wallboxen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nicht mehr unterstützt. Anders als die Anschaffung der Elektroautos – hier wurde das Förderprogramm jüngst bis Ende 2022 verlängert. (ADAC testet KfW-Wallboxen: Diese vier Ladestationen wurden mit „gut“ bewertet)

Neue Wallbox-Förderung: Verbraucherschützer wollen Bedingungen

Eine solche Verlängerung würden sich der Verband der Automobilindustrie VDA und der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) auch für die privaten Wallboxen wünschen. Jedoch unter unterschiedlichen Vorzeichen. Während VDA-Präsidentin Hildegard Müller lediglich eine Neuauflage mit neuem Geld ins Spiel bringt, fordert VZBV-Vorstand Klaus Müller, die Förderung an Bedingungen zu knüpfen.

Eine Wallbox ist im Carport eines Privatgrundstücks angebracht.
VDA und VZBV fordern eine Neuauflage der Förderung privater Wallboxen. © Andrea Warnecke/dpa

„Um Mitnahmeeffekte zu verhindern, sollte die Förderung an den Besitz oder den nachzuweisenden Kauf eines E-Autos gekoppelt werden“, erklärte er der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Zudem solle geprüft werden, ob eine verpflichtende Teilung privater Ladestationen mit anderen Besitzern von Elektroautos möglich sei.

Neue Wallbox-Förderung: Bedingungen nicht notwendig

Bislang ist beides nicht vorgesehen und wurde auch nicht diskutiert. Für den Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) ist auch nicht notwendig, die Wallbox-Förderung an den Kauf eines Elektroautos zu binden. So lasse sich niemand eine Wallbox installieren, der nicht „zumindest langfristig“ beabsichtigt, einen Stromer anzuschaffen. Daher sein ein Mitnahmeeffekt sogar erwünscht. (Wallbox abgreifen auch ohne E-Auto? Das geht, hat aber Folgen für andere)

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Auch beim Bund der Steuerzahler stößt eine erneute Förderung privater Wallboxen auf offene Ohren, allerdings würde dessen Präsident Reiner Holznagel eine technologieoffene Förderung bevorzugen. Jedoch sei aus seiner Sicht die Förderung von Wallboxen sinnvoller als den Kauf von Elektroautos zu bezuschussen, „wie dies über die Kaufprämie für E-Autos seit Jahren praktiziert wird.“

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