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VW besorgt: Wegen Ukraine-Krieg droht „Totalausfall“

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Von: Simon Mones

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Der Krieg in der Ukraine setzt den Herstellern schwer zu. Volkswagen befürchtet sogar einen „Totalausfall“ der Produktion vor Ort.

Wolfsburg – Der Krieg in der Ukraine stellt die deutschen Autohersteller vor große Probleme. Denn: Das osteuropäische Land ist für die Lieferketten von immenser Bedeutung. So ist die Ukraine einer der Hauptlieferanten von Neon, was den globalen Chipmangel verschlimmern könnte*. Zudem werden dort Kabelbäume produziert. Volkswagen musste deswegen bereits zeitweise die Produktion stoppen* und auch bei mehreren anderen Herstellern standen die Bänder still*.

Vermutlich nicht zum letzten Mal, denn ein Ende des Krieges ist – trotz intensiver Verhandlungen – noch immer nicht absehbar. Entsprechend rechnet Volkswagen* in Sachen Produktion mit dem Schlimmsten und stellt sich laut Herbert Diess (63) auf einen „Totalausfall“ der Produktion in der Ukraine ein. Das berichtet das Newsportal „News38.de“.

VW besorgt: Wegen Ukraine-Krieg droht „Totalausfall“

Diess betonte zudem, dass der für die Autoproduktion entscheidende Engpass aktuell die Versorgung mit Kabelbäumen sei. „Wir beziehen Kabelbäume aus der Ukraine, aus elf Fabriken, von denen noch neun auf reduzierter Kapazität produzieren“, erklärte der 63-Jährige.

Ein Volkswagen-Logo wird montiert. (Symbolbild)
Volkswagen rechnet wegen des Ukraine-Kriegs mit einem „Totalausfall“ der Produktion vor Ort. (Symbolbild) © Volkswagen

Von der normalen Produktionskapazität würden derzeit jedoch nur noch 30 bis 40 Prozent. Es wird allerdings befürchtet, dass diese nicht lange aufrechterhalten werden kann. „Deshalb haben wir die Verlagerung der Produktion eingeleitet, aber dies wird einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagte VW-Chef Diess.

VW besorgt: Krieg könnte Wirtschaft stärker treffen als Corona

Der VW-Chef erklärte zudem, dass er nicht an einen Krieg geglaubt habe: „Was nun in der Ukraine passiert ist, war nicht auf unserem Radar!“ Dennoch sei Volkswagen „nicht unvorbereitet“ gewesen und habe bereits drei Wochen vor Kriegsbeginn mit der Verlagerung der Produktion begonnen.

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Der „Financial Times“ sagte Diess zudem, dass der Krieg eine größere Auswirkung auf die europäische Wirtschaft haben könnte als die Corona-Krise. So könnten die Rohstoffpreise ansteigen, sollte der Krieg in der Ukraine länger dauern. Der 63-Jährige hält auch eine Knappheit an Energie und Inflation für möglich. „Das könnte sehr riskant sein für die europäische und die deutsche Wirtschaft“, betont der VW-Boss. Dennoch hat der Konzern zusammen mit seinen Mitarbeitern Spenden gesammelt*, um den Menschen vor Ort zu helfen. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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