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Volkswagen-Fahrer zahlen drauf – dank Ladeplanungs-Funktion

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Von: Simon Mones

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Volkswagen hat seine Ladeplanungs-Funktion deutlich verbessert. Ein Detail sorgt aber dafür, dass die Besuche an der Ladestation teuer werden können.

Wolfsburg – Wer längere Strecken mit dem Auto fährt, dürfte sich wohl auch schon des öfteren die Frage gestellt haben, ob die Tankfüllung bis zum Ziel reicht. Falls nicht, ist es sinnvoll zu wissen, wo man auf der Strecke günstig tanken kann. Eine Sorge, die viele Elektroautonutzer nicht haben, denn viele Autos planen den Ladestopp automatisch mit ein – auch Volkswagen bietet eine solche Ladungsplanungs-Funktion an.

Diese berechnet den effizientesten Weg zum Ziel sowie die optimale Ladestrategie für lange Strecken. Das System zeigt zudem auch den prognostizierten Akkustand bei Ankunft an der Ladesäule sowie die Dauer des Ladevorgangs an. Damit ist die in das Navigationssystem integrierte Ladeplanung in der Version 3.0, die auch beim neuen VW ID.5 zum Einsatz kommt, deutlich leistungsstärker als in der vorherigen Ausführungen.

Die Ionity-Ladesäulen werden von Volkswagen offenbar bevorzugt und das kann für die Fahrer der Elektroautos teuer werden.
Die Ionity-Ladesäulen werden von Volkswagen offenbar bevorzugt und das kann für den Fahrer teuer werden. (Symbolbild) © Volkswagen

Volkswagen-Fahrer zahlen drauf – dank Ladeplanungs-Funktion

Allerdings hat das System ein Problem, dass für die Besitzer der Elektroautos teuer werden kann, wie „efahrer.com“ berichtet. Offenbar berücksichtigt der Routenplaner von VW die Schnellladesäulen von Ionity nicht nur, sondern bevorzugt diese sogar. Die Ladekarte des Fahrers lässt sich indes nicht hinterlegen.

Zudem gilt Ionity als besonders teurer Anbieter, auch wenn die Konkurrenz, wie zum Beispiel Tesla mit seinen Superchargern, nach den jüngsten Preiserhöhungen ebenfalls deutlich teurer geworden ist. So zahlen Kunden von VW eigenem Ladedienst „We Charge“ an den Ladesäulen von Ionity 79 Cent pro Kilowattstunde. Im Tarif „We Charge Go“ laden die Kunden an den schnellen DC-Säulen der Konkurrenzen für 30 Cent weniger. Der Besuch einer Ionity-Ladesäule lohnt sich daher wohl nur im teuersten Tarif „We Charge Plus“, dann sinkt der Preis auf 35 Cent pro Kilowattstunde. Allerdings wird dann auch eine monatliche Grundgebühr von 12,99 Euro fällig.

Volkswagen-Fahrer zahlen drauf – Ionity-Ladesäulen glänzen durch Lage

Doch warum bevorzugt die Volkswagen-Software die Ladesäulen von Ionity, immerhin ist die Leistung von bis zu 350 kWh eigentlich zu hoch für die Elektroautos aus Wolfsburg. Und auch VW-Chef Herbert Diess übte bereits harte Kritik an dem Anbieter. Die Antwort auf diese Frage dürfte wohl die Lage der Ionity-Stationen liefern. In der Regel befinden sich diese günstig entlang der Autobahnen.

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Entsprechend dürfte man auch unabhängig der Preise bei einer längeren Fahrt an einer der Ionity-Ladesäulen landen. Wer diese jedoch nicht ansteuern möchte, sollte vor Fahrtbeginn in den Einstellungen nach einer Option suchen, um die Schnelllader von Ionity auszuschließen. Anderenfalls helfen auch Smartphone-Apps dabei, eine längere Reise mit dem Stromer zu planen. Auf diesem Wege lässt auch bei Verbrennern Geld sparen.

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