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Vinfast macht’s wie Tesla: Vietnam-Marke möchte in Deutschland produzieren

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Von: Marcus Efler

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Vorbild Tesla in Grünheide: Auch der Autohersteller Vinfast aus Vietnam hat große Pläne für Deutschland – das betrifft die Verkäufe ebenso wie die Fertigung.

Haiphong (Vietnam) – Er ist der erste Autohersteller aus Vietnam: Vinfast schickt sich als weitere hierzulande bislang unbekannte Marke aus Asien an, in Europa und Deutschland Fuß zu fassen. Wie bei der Konkurrenz, vor allem aus China, soll das vorrangig mit Elektroautos geschehen.

Schlagzeilen lieferte der Autobauer, der zum Mischkonzern Vingroup gehört, bereits, als er den ehemaligen Opel-Chef Michael Lohscheller als CEO verpflichtete. Der deutsche Manager hat nach wenigen Monaten die Vietnamesen aus „persönlichen Gründen“ zwar schon wieder verlassen, die Pläne für Deutschland und andere West-Märkte bleiben aber ehrgeizig: Noch Ende dieses Jahres soll der Verkauf von bis zu fünf Elektro-Modellen starten. (Große Pläne: Vietnamesischer Hersteller Vinfast will mit E-Autos die USA erobern)

Vinfast macht’s wie Tesla: Vietnam-Marke möchte in Deutschland produzieren

Für wie wichtig der Newcomer gerade Deutschland hält, verriet nun die neue Chefin Le Thi Thu Thuy: Man suche einen Produktionsstandort „in der größten europäischen Volkswirtschaft“. Dazu kooperiert Vinfast mit der bundeseigenen Außenwirtschafts-Agentur Germany Trade and Invest (GTAI). (Influencer kritisiert vietnamesisches Auto – Hersteller Vinfast reagiert krass)

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Vinfast VF 8 auf der CES in Las Vegas
Elektrischer Newcomer in der Mittelklasse: Der 4,75 Meter lange Vinfast VF 8 für 43.900 Euro. © Seokyong Lee/Imago

Vinfast macht’s wie Tesla: Vietnamesen wollen Autos nicht rund um die Welt transportieren

Das ist insofern bemerkenswert, da ausländische Konzerne unter anderem wegen hoher Lohnkosten bislang einen Bogen um Deutschland gemacht haben. Außer hier verwurzelten Herstellern wie Ford in Köln oder Stellantis mit seiner Rüsselsheimer Tochter Opel wagt sich bislang nur Tesla mit einem Werk nach Grünheide – wobei CEO Elon Musk aber auch regelmäßig über die angebliche dortige Bürokratie ablästert.

Ähnlich wie die Texaner sehen auch die Vietnamesen aber die Notwendigkeit, nah an den (erhofften) Käufern zu produzieren – nicht zuletzt, weil Corona die bisher übliche Globalisierung bremst. Die Zeiten, in denen man Autos rund um die Welt transportiere, seien vor allem wegen der Pandemie vorbei, erklärte die Chefin.

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