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Tesla: So viel kostet die Produktion eines jeden Elektroautos

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Von: Marcus Efler

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Verdient Tesla mit dem Bau und Verkauf von Autos wirklich Geld? Neueste Zahlen des Unternehmens offenbaren eine überraschende Entwicklung.

Austin (USA) – Kann man mit der Produktion von Elektroautos heute schon Geld verdienen, oder müssen die Hersteller zuschießen? Landläufig gilt eher letzteres als Stand der Dinge. So muss VW angeblich die Produktion des e-Up mit 5.000 Euro pro Auto quersubventionieren – allerdings stammt dieser Wert noch aus der Zeit vor der kräftigen Preiserhöhung des kleinen Stromers.

Tesla allerdings scheint sich so langsam in den schwarzen Zahlen zu etablieren. So bilanzierte der Elektroauto-Pionier im vergangenen Jahr einen Gewinn von 5,5 Milliarden Dollar (knapp 5 Milliarden Euro). Allerdings beruht ein großer Teil der Erlöse auf dem Verkauf von Emissionszertifikaten, die traditionelle Autohersteller bei Tesla erwerben.

Tesla: So viel kostet die Produktion eines jeden Elektroautos

Die Fahrzeuge selber gelten bisher eher als Verlustbringer. Doch genau das ändert sich möglicherweise gerade – jedenfalls nach Teslas eigener, allerdings eher versteckt veröffentlichter Aussage. In seinem Geschäftsbericht weist das Unternehmen nämlich für das dritte und vierte Quartal des vergangenen Jahres Herstellungskosten von ca. 36.000 Dollar (ca. 32.500 Euro) pro Fahrzeug aus: weniger als je zuvor.

Tesla Model Y im Werk Grünheide (Symbolbild)
Offenbar schon gewinnbringend: Die Produktion von Tesla-Modellen – hier der Serienanlauf des Model Y in Grünheide. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa

Die genannten COGS (Cost of Goods Sold) umfassen alle Kosten der direkten Produktion, also etwa Material und Löhne. Allgemeine Kosten wie Manager-Gehälter werden hier nicht umgelegt, ebenso wenig die Ausgaben für Marketing –  das aber CEO Elon Musk auf Twitter (oder vielleicht bald einer eigenen Plattform) bekanntlich fast im Alleingang übernimmt.

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Tesla: Selbst das Model 3 wirft schon Gewinn ab

Selbst beim günstigsten Auto der Palette, dem beliebten Model 3 für 44.990 Dollar (Preis in Deutschland inklusive Mehrwertsteuer: 46.560 Euro) würde also ordentlich etwas hängen bleiben in der Tesla-Kasse – ganz zu schweigen von teureren Autos wie dem mittlerweile auch in Grünheide produzierten Model Y für mindestens 59.965 Euro oder einem ab 101.990 Euro kostenden Model S.

Vielleicht zahlt es sich ja für VW demnächst aus, dass Chef Herbert Diess seinen Konkurrenten Elon Musk in Vielem nacheifert – und die Wolfsburger können ähnliche Erfolge verkünden.

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