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Dreifach-Vater muss Auto verkaufen – weil Sohn (7) Geld verzockt hat

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Von: Jasmin Pospiech

Ein dreifacher Familienvater kann es nicht fassen, als er eine Rechnung bekommt, die sich gewaschen hat. Am Ende muss sogar sein Auto dran glauben.

Colwyn Bay (Wales) – Mann kann sich vorstellen, wie schockiert ein 41-jähriger Familienvater gewesen sein muss, als elektronische Post ins Haus geflattert kommt und mit ihr eine saftige Rechnung. Zuerst denkt er, es handele sich um einen Scherz oder gar um ein Missverständnis, doch am Ende zeigt sich die traurige Realität.

Dreifacher Vater muss Auto verkaufen – weil Sohn Geld verzockt hat

Der dreifache Familienvater, der von Beruf Konsiliararzt ist, findet in seiner Post schließlich sage und schreibe 29 E-Mails über Online-Rechnungen für angebliche Transaktionen zwischen zwei und 120 Euro, die er getätigt haben soll. Doch schnell stellt sich heraus, dass nicht etwa er selbst in eine Abo-Falle getappt ist, sondern sein Sohn! (Böser Shitstorm gegen Audi: „Wir entschuldigen uns für dieses unsensible Bild“)

Genauer gesagt, als er auf seinem Handy ein Fantasy-Spiel gezockt hat. Eigentlich soll man das ja gratis spielen können, doch wie so oft bei Handy-Spielen kann man weitere Features dazukaufen. Und das hat der Siebenjährige mehrmals getan, als er gerade mal eine Stunde am Smartphone gedaddelt hat. „Ich hätte niemals gedacht, dass es möglich wäre, so viel Geld für ein Kinderspiel auszugeben“, erinnert sich sein Vater gegenüber der britischen Boulevardzeitung „Sun“. (Goldmedaille in Gran Turismo: Videospiel-Rennsimulation für PlayStation wird olympisch)

Dreifacher Vater muss Auto verkaufen – wegen eines Videospiels

Er habe keine Ahnung von dem Treiben seines Sohnes gehabt, fügt er hinzu. Leider! Denn um die hohe Rechnung zu bezahlen, hat der Brite, der mit seiner Frau noch eine elfjährige und eine einjährige Tochter hat, nun das dringend benötigte Familienauto, einen Toyota Aygo, verkaufen müssen.

Ein Auto hat einen Handzettel mit Verkaufsangebot auf der Scheibe. (Symbolbild)
Der dreifache Familienvater musste aufgrund der hohen Videospiel-Rechnung sein Auto verkaufen. (Symbolbild) © MiS/Imago

In seiner Not hat sich der verzweifelte Mann sogar an den Kundenservice des US-Software-Konzerns Apple gewandt. „Ich habe zum Kundenservice gesagt: ‚Gut gemacht, ihr habt mich abgezockt, ihr habt es geschafft, mein Kind abzuzocken‘“, berichtet er weiter. Auch diese Mutter von drei Kindern muss hierzulande ihren Familienwagen verkaufen, weil ihr Mann stirbt. Doch dann hat sie Glück im Unglück.

Dreifacher Vater muss Auto verkaufen – und beklagt sich bei Apple

Seine Beschwerde hat aber Erfolg. Am Ende soll der 41-Jährige von Apple zumindest etwa 240 Euro zurückerstattet bekommen haben. Apple selbst wollte sich nicht zu dem konkreten Fall äußern, ließ aber verlauten, dass man solche Vorfälle „sehr ernst nehme“ und auch an die Eltern ausdrücklich appelliere, Vorkehrungen zu treffen.

Ob der Vater das getan und mit seinem Sohn über den Zwischenfall gesprochen hat, ist nicht bekannt. Dass Kindern mit sieben Jahren schon bewusst ist, was sie am Handy tun und welche finanziellen Folgen ihre Handlungen haben können, darf jedenfalls bezweifelt werden.

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