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US-Senator in Video-Debatte – doch was macht er währenddessen?

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Von: Sebastian Oppenheimer

Andrew Brenner, Senator im US-Bundesstaat Ohio will in einer Videokonferenz vorgaukeln, er folge höchst konzentriert. Dabei macht er etwas ganz anderes.

Ohio – Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Zahl der Videokonferenzen sprunghaft angestiegen. Wenn man sich wegen der Kontaktbeschränkungen nicht in der realen Welt treffen kann, dann macht man es eben virtuell. Immer wieder kommt es in Online-Meetings allerdings zu kuriosen Momenten, die oft auch viral gehen. Unter der Kategorie „amüsant“, lässt es sich beispielsweise noch verbuchen, wenn eine Katze durch den Hintergrund schleicht. Richtig peinlich wird es dagegen, wenn der Chef die Technik nicht beherrscht und den anderen Teilnehmern dank eines Filters als Kartoffel auf dem Bildschirm erscheint. Auch Andrew Brenner, ein Senator des US-Bundesstaates Ohio, hat es nun zu mit einem schrägen Auftritt in einer Videokonferenz zu einer weltweiten Online-Berühmtheit gebracht. (Fieser Streich in der NBA: BMW X6 voll mit Popcorn – so veräppeln Basketballer ihren Mitspieler)

US-Senator in Video-Debatte – doch was macht er währenddessen?

Zunächst schaltete sich Andrew Brenner aus dem parkenden Auto zu – was natürlich nicht verboten ist. Kurz darauf blendete der Senator per Filter einen Home-Office-Hintergrund ein. Doch der Senator war natürlich nicht zu Hause, sondern wollte vermutlich verschleiern, dass er inzwischen losgefahren war. Allerdings ist es derart offensichtlich, dass er ein Auto fährt, dass es fast schon wieder lustig ist. Denn der Sicherheitsgurt, den er trägt, ist nicht zu übersehen. Und während des Videos ist um seinen Kopf herum immer wieder der „echte“ Hintergrund zu sehen – und vor allem wie dieser vorbeizieht. (Kurioser Trick: So parkt ein Student mit seinem Verbrenner kostenlos an E-Ladesäulen)

Senator Andrew Brenner mit Gurt und Home-Office-Hintergrund

Sicherheitsgurt und Home-Office-Hintergrund: Senator Andrew Brenner fuhr während eines Video-Meetings Auto. © ecb.ohio.gov

US-Senator in Video-Debatte: „Für mich ist das wie ein Telefongespräch“

Andrew Brenner bestreitet nicht, dass er tatsächlich während der Konferenz Auto fuhr – ist sich aber offenbar keiner Schuld bewusst. „Ich war nicht abgelenkt. Ich war aufs Fahren konzentriert und habe zugehört“, sagte der Senator gegenüber „The Columbus Dispatch“. Er habe zwei Meetings hintereinander an verschiedenen Orten gehabt, begründete Andrew Brenner seine Fahrt. Er habe das Videobild nicht verfolgt. „Für mich ist das wie ein Telefongespräch.“ (Subaru-Besitzer fährt Hunderte Kilometer mit demolierter Windschutzscheibe – so hat er rausgesehen)

Vor allem der Zeitpunkt der Aktion war von Senator Andrew Brenner äußerst unglücklich gewählt. Denn am selben Tag hatte der Landtag von Ohio eine Debatte über eine Gesetzesvorlage geführt: Darin ging es um ein Verbot des Schreibens, Lesens und Sendens von Texten während des Autofahrens. Auch das Betrachten von Videos, das Aufnehmen von Fotos sowie Livestreaming und die Nutzung von Apps sollen hinter dem Lenkrad verboten werden.

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