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Neuwagenqualität: Deutsche Automarke Vorletzter – noch hinter Tesla

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Von: Sebastian Oppenheimer

Bei einer US-Studie zur Neuwagenqualität konnte sich Tesla kaum verbessern – ein deutscher Premium-Hersteller landete überraschend noch weiter hinten.

Palo Alto – Tesla und die Qualität: Dieses Thema ist eigentlich ein Dauerbrenner, wobei es zuletzt etwas von den Diskussionen um den Autopilot-Modus verdrängt wurde. Denn das System wird von den Kunden oft überschätzt, und es kommt immer wieder zu Unfällen. Aktuell wird der Autopilot bereits zum wiederholten Male von der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) untersucht. Dass es aber auch um die Qualität der Fahrzeuge noch immer nicht zum Besten steht, zeigt nun eine US-Studie zur Neuwagenqualität. Dort landete Tesla auf dem drittletzten Platz – nachdem der E-Auto-Hersteller im Vorjahr das Schlusslicht bildete.

Ein Model Y von Tesla (Symbolbild)
Tesla konnte sich in der Qualitätsstudie von J.D. Power nur minimal verbessern. (Symbolbild) © Christophe Gateau/dpa

Neuwagenqualität: Deutsche Automarke Vorletzter – noch hinter Tesla

In der „Initial Quality Study“ (IQS) des Marktforschungsunternehmens J.D. Power nimmt Tesla eine gewisse Sonderrolle ein. Denn im Gegensatz zu den anderen Herstellern verbietet der von Elon Musk (50) gelenkte Autokonzern – wie schon 2020 – J.D. Power in 15 US-Bundesstaaten die Befragung seiner Kunden. Deshalb basiert das Ergebnis von Tesla „nur“ auf den Daten aus 35 Bundesstaaten. Die Marktforscher ermitteln in ihrer Studie den sogenannten PP100-Wert – die Zahl der aufgetretenen Probleme bei 100 Fahrzeugen. Dabei konnte sich Tesla nur leicht verbessern, mit 231 Problemen belegten die Kalifornier den drittletzten Platz – werden aber wegen ihrer Sonderrolle quasi nicht „offiziell“ gewertet. (Tesla verpetzt Fahrer: Welche Technik den Ermittlungsbehörden geholfen hat)

Neuwagenqualität: Audi und VW abgeschlagen auf den hinteren Plätzen

Doch auch die deutschen Hersteller schnitten nicht wirklich gut ab. Besonders hart traf es diesmal Audi: Der Ingolstädter Autobauer landete mit 240 Problemen pro 100 Fahrzeugen auf dem vorletzten Platz. Volkswagen kam nicht viel besser weg: Die Wolfsburger wurden mit dem viertletzten Platz (213 PP100) abgestraft. Der durchschnittliche „Problemwert“ der Hersteller lag bei in der J.D.-Power-Studie bei 162 PP100. (Audi löscht gefeiertes Werbevideo auf YouTube – aber warum?)

Der beste deutsche Hersteller in der IQS-Studie ist Porsche: Die Zuffenhausener kamen aber mit Platz 17 (163 PP100) auch nur ins Mittelfeld. BMW (21. Platz, 166 PP100) und Mercedes (26. Platz, 193 PP100) schnitten noch schlechter ab.

Fahraufnahme eines Audi Q5 Sportback (Symbolbild)
Bei einer US-Qualitätsstudie zu Neuwagen schnitt der Ingolstädter Autobauer Audi schlecht ab. (Symbolbild) © Audi

Ganz vorne landete im J.D.-Power-Ranking der US-Hersteller Ram (128 PP100), gefolgt von der US-Marke Dodge (139 PP100). Den dritten Platz teilen sich mit der Toyota-Nobelmarke Lexus (144 PP100) und Mitsubishi (ebenfalls 144 PP100) zwei japanische Marken. Den letzten Platz in der Qualitätsstudie belegt mit Chrysler wieder eine US-Marke.

Neuwagenqualität: Die meisten Probleme haben Kunden mit dem Infotainment

Die größten Probleme haben der Studie zufolge Neuwagen-Kunden mit dem Infotainment: Laut J.D. Power betreffen ein Viertel der Probleme diesen Bereich. Zum ersten Mal seit 2011 ist in diesem Jahr aber nicht die Spracherkennung das Hauptproblem, sondern die Kopplung mit dem Smartphone: Die meisten Beschwerden gab es im Zusammenhang mit Android Auto beziehungsweise Apple CarPlay.

Wie J.D. Power betont, schnitten Massenhersteller zumeist besser ab als die sogenannten Premiummarken. Den Marktforschern zufolge habe dies damit zu tun, dass die Premiumhersteller ihre Fahrzeuge mit immer komplexerer Technik ausstatten würden – was am Ende eben auch zumeist zu mehr Problemen führe.

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