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Urban Sphere: Audi lotet den Markt für luxuriösen Van aus

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Die Studie Urban Sphere von Audi
Die Studie Urban Sphere von Audi bietet enorm viel Beinfreiheit - unter anderem. © AUDI AG/dpa-tmn

Besserverdiener in Asien lassen sich gerne in Großraumlimousinen chauffieren. Daher liebäugelt Audi mit einem großen Van. Einen ersten Versuchsballon startet der Hersteller jetzt mit dem Urban Sphere.

Ingolstadt - Audi liebäugelt mit einem Luxusvan. Der Hersteller lotet derzeit den Markt für eine Großraumlimousine aus. Mit Blick vor allem auf die Oberklasse-Kundschaft in Asien hat der bayerische Hersteller jetzt die Studie Urban Sphere enthüllt.

Die Großraumlimousine ist deutlich oberhalb des Mutlivans der Konzernmutter VW angesiedelt. Eigentlich war sie für die Motorshow in Peking konzipiert. Wegen der Pandemie präsentiert Audi sie nun digital auf der neuen Elektro-Plattform PPE.

Loungeliegen mit Beinfreiheit

Der Luxusvan ist 5,51 Meter lang. Trotz seiner Höhe von 1,78 Metern sieht er noch halbwegs dynamisch aus. Die gegenläufig angeschlagenen Türen öffnen sich elektrisch.

Im Inneren gibt es zwei elektrisch drehbare Loungeliegen in der zweiten Reihe. Sie bieten bei 3,40 Metern Radstand mehr Beinfreiheit als jede andere Limousine - bislang bei Audi konkurrenzlos. So bleibt dahinter Platz für zwei Notsitze oder das Gepäck.

Autonomes Fahren und Infotainment

Davor sind zwei Sessel für Fahrer und Beifahrer montiert. Die müssen aber nicht besetzt sein: In der Vision der Audi-Entwickler fährt der Urban Sphere zumindest streckenweise autonom. Die Bedienelemente verschwinden hinter dem Armaturenbrett.

Stattdessen sollen dort bunte Infotainment-Präsentationen laufen - auf einem transparenten Bildschirm, der mit Gestensteuerung formatfüllend zwischen den ersten beiden Sitzreihen aufgespannt wird. Zwischen den hinteren Sitzen gibt es zudem einen Wasserspender.

Vom Showcar zur Serienproduktion

So fern die Idee klingt, so greifbar ist die Technik des Urban Sphere: Die Studie nutzt laut Audi die PPE-Architektur, die im kommenden Jahr ihren Einstand gibt.

Von ihr stammen der flache Wagenboden, die beiden Motoren mit zusammen 295 kW/401 PS und der Akku von rund 120 kWh. Er soll Strom für bis zu 750 Kilometer liefern.

Laut Hersteller ermöglicht sie eine vergleichsweise einfache Serienumsetzung des Showcars. „Wir schauen uns diesen Markt sehr genau an und könnten in vier, fünf Jahren unseren Beitrag dazu leisten“, sagt einer der Designer. dpa

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