„Ute Kiefer“ flippt aus

„Unter uns“-Star Isabell Hertel (RTL): Zoff beim Autofahren – sie schimpft ausgerechnet auf ...

TV-Star Isabell Hertel aus der RTL-Serie „Unter uns“. (Symbolbild)
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TV-Star Isabell Hertel aus der RTL-Soap „Unter uns“ zoffte sich am Steuer. (Symbolbild)
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    vonChristian Schulz
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Seit 25 Jahren spielt Schauspielerin Isabell Hertel die Rolle der „Ute Kiefer“ in der RTL-Serie „Unter uns“. Jetzt zoffte sie sich am Steuer ihres Autos. Doch die Sache endete anders als erwartet.

Köln – RTL-Serienstar Isabell Hertel (47) wurde im hektischen Straßenverkehr von einem anderen Wagen mit nur geringem Abstand überholt – und dabei auch noch geschnitten. Über das gefährliche Fahrmanöver empört, brannten der Kölner Schauspielerin kurzzeitig die Sicherungen durch. Wild gestikulierend drohte sie den vermeintlichen Verkehrsrowdys.

„Unter uns“-Star Isabell Hertel (RTL): Zoff beim Autofahren – sie schimpft ausgerechnet auf ...

Was Isabell Hertel allerdings nicht wusste: Bei den von ihr geschmähten Insassen des anderen Fahrzeugs handelte es sich um Polizisten. Sie hatte sich ausgerechnet über Fahndern einer Zivilstreife echauffiert. Deren Reaktion ließ nicht lange auf sich warten – sie hielten den TV-Star kurzerhand an. Ob die eingesetzten Beamten Serienheldin „Ute Kiefer“ aus der RTL-Soap „Unter uns“ erkannten, ist unklar – Isabell Hertel jedenfalls durfte sich zunächst eine Belehrung anhören.

„Ich hatte solche Angst, da ich ganz alleine im Auto war – und vorher noch nie von der Polizei angehalten wurde“, erzählt die 47-Jährige gegenüber der Bild-Zeitung. Ihre Befürchtungen seien allerdings schnell verflogen, da die Zivilpolizisten ihren Ausraster mit Humor genommen hätten: „Die waren eigentlich ganz lustig drauf und haben sich auch noch über meine Handbewegungen lustig gemacht.(Porsche Taycan Turbo: Peinlicher Crash bei Tempo 190, weil der Fahrer ...)

Normalerweise zeigt sich Schauspielerin Isabell Hertel alias „Ute Kiefer“ ganz entspannt – so wie hier am Set der RTL-Serie „Unter uns“.

„Unter uns“-Star Isabell Hertel hat Glück – Polizisten bleiben locker

Glück im Unglück dürfte für die Schauspielerin wahrscheinlich das schlechte Gewissen der Undercover-Polizisten gewesen sein. Diese wussten wohl selbst, dass sie sich nicht gerade vorbildlich verhalten und den Verkehr durchaus gefährdet hatten. Letztendlich sollen sie sich sogar bei Isabell Hertel für ihre eventuell etwas zu rasante Fahrweise entschuldigt haben. (98 km/h drüber: 39-jähriger Raser im BMW 7er liefert sich Duell mit Autobahn-Polizei)

Isabell Hertel konnte also – trotz der Tatsache, dass sich die Verkehrsrüpel als Zivilpolizisten entpuppt hatten – erleichtert aufatmen. Für sie war es gut, dass die Beamten das Ganze so locker nahmen – egal ob dafür Promibonus aufgrund von „Unter uns“ oder Schuldbewusstsein verantwortlich waren. Denn ihr Wutanfall hätte auch kostspieliger ausfallen können, wenn die Ordnungshüter etwa beleidigende Gesten zur Anzeige gebracht hätten. (Seltsamer roter Punkt auf Verkehrsschild: Wissen Sie, was er bedeutet?)

„Unter uns“-Star Isabell Hertel: So viel kosten Beleidigungen im Straßenverkehr

Bei Beleidigungen im Straßenverkehr wird über Strafen individuell entschieden, einen einheitlichen Strafenkatalog gibt es nicht. Wohlgemerkt aber einen Strafrahmen. Zeigt jemand beispielsweise einem anderen Verkehrsteilnehmer den Mittelfinger, so ist eine Geldstrafe von bis zu 4.000 Euro möglich. (Capital Bra: Mit 100 km/h durch Berliner Berufsverkehr – den Beweis liefert er selbst)

Auch Vogel zeigen, Zunge rausstrecken oder sonstige obszöne Gesten ziehen teils saftige Strafen nach sich – und kosten oftmals mehrere hundert Euro. Für den berühmten Finger an der Stirn können beispielsweise schnell 750 Euro fällig werden. Die Scheibenwischer-Geste vor dem eigenen Kopf, die dem Gegenüber geistige Beschränktheit unterstellt, kann den Geldbeutel um 1.000 Euro erleichtern. Bislang nicht strafrechtlich verfolgt wurden Gesten, wie etwa im Auto die Hand an die Stirn schlagen, auf das Lenkrad hauen, die Augen verdecken oder den Kopf angewidert zur Seite drehen. Aber die feine Art ist natürlich auch das nicht. (Illegales Autorennen auf A66: Spezial-Einheit und „Aktenzeichen XY“ suchen Raser)

Im Volksmund gibt es darüber hinaus noch den Sonderfall der „Beamtenbeleidigung“. Darunter fällt die Beleidigung von Amts- und Würdenträgern wie zum Beispiel auch Polizisten. Hierbei handelt es sich jedoch juristisch nicht um einen gesonderten Straftatbestand. Die Strafe fällt also genauso hoch aus wie bei jeder anderen Beleidigung eines Verkehrsteilnehmers.

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