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Ukraine-Konflikt: Straßenschilder sorgen für Aufruhr

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Von: Simon Mones

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Noch immer tobt der Krieg in der Ukraine. Um den Vormarsch der Russen einzubremsen, hat das Straßenverkehrsamt Ukrawtodor einen kuriosen Aufruf gestartet.

Kyiv – Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Das scheinen sich auch die Menschen in der Ukraine zu denken und greifen im Krieg mit Russland zu außergewöhnlichen Mitteln. So wurden beispielsweise in Russland Ladesäulen für Elektroautos gehackt und unbrauchbar gemacht.

Doch auch im eigenen Land soll es den Russen möglichst schwer gemacht werden, sich zu orientieren. Daher hat die ukrainische Straßenverkehrsbehörde Ukrawtodor auf der Social-Media-Plattform Facebook dazu aufgerufen, sämtliche Straßenschilder zu entfernen.

Ukraine-Konflikt: Straßenschilder sorgen für Aufruhr

 „Der Feind hat eine schlechte Kommunikation, er kennt sich nicht aus“, schreibt Ukrawtodor. „Helfen wir ihm, direkt in die Hölle zu kommen.“ Eine Aufforderung, die auch das Verteidigungsministerium auf Twitter an seine Follower richtet. Damit wolle man „den Feind verwirren“. (Spritpreise in Deutschland: Ukraine-Krieg sorgt für neue Rekorde)

Eine Fotomontage eines Verkehrsschilds in der Ukraine.
Dieses Verkehrsschild postete die ukrainische Verkehrsbehörde © Facebook (Ukrawtodor)

Unklar ist jedoch, wie viele Straßenschilder bereits entfernt worden sind. Wem jedoch das Werkzeug fehlt, um die Schilder zu demontieren, für den hat Ukrawtodor noch eine andere Lösung parat. Zu dem Facebook-Aufruf hat die ukrainische Straßenverkehrsbehörde noch ein Bild gepostet, dass ein bearbeitetes Straßenverkehrsschild zeigt. Statt Ortsnamen steht darauf lediglich: „F**** euch“, „F**** euch nochmal“ und „F**** euch nochmal in Russland“. (VW stoppt Produktion: Ukraine-Krieg hat heftige Folgen für Hersteller und Autofahrer)

Ukraine-Konflikt: Straßenschilder senden deutliche Nachricht an russische Truppen

Eine ähnliche Nachricht ist auch auf einer Verkehrstafel am Stadtrand der ukrainischen Hauptstadt Kyiv zu lesen, wie ein Tweet des Journalisten Shaun Walker zeigt. Neben der Luft- und Bodentemperatur steht eine weitere Information auf der Tafel: „Russen, f**** euch.“

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Mit dem Kraftausdruck würdigen die Ukrainer gleichzeitig auch eine 13-köpfige Gruppe von Grenzschützern, wie „ntv.de“ berichtet. Diese setzten sich am Anfang der Invasion den russischen Truppen zur Wehr, als diese die Schlangeninsel im Schwarzen Meer einnehmen wollten. Als ein russisches Kriegsschiff sie zur Aufgabe aufforderte, antworteten diese nur: „Russisches Kriegsschiff, f**** dich!“ Seither hat sich der Kraftausdruck als Zeichen des Widerstands etabliert. Womöglich auch, weil sich die Grenzschützer in russischer Gefangenschaft befinden.

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