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Ukraine hackt russische Ladestationen – und nutzt Displays für Verbalangriff

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Die Ukraine hat offenbar mit einem Hackerangriff zahlreiche E-Auto-Ladestationen in Russland lahmgelegt – die Displays wurden für einen Verbalangriff genutzt.

Moskau – Früher wurden Kriege in erster Linie mit Schusswaffen ausgefochten – doch in heutiger Zeit spielt Computertechnik eine immer größere Rolle. Ein heftiger Hackerangriff kann den Gegner an bestimmten Stellen lahmlegen und ihn so gehörig schwächen. Nun haben sich offenbar ukrainische Hacker für den russischen Überfall auf das Land gerächt – und Ladesäulen in Russland außer Betrieb gesetzt. Doch das war noch nicht alles.

Eine lahmgelegte Ladesäule in Russland
Die Ukraine hat offensichtlich Ladesäulen per Hack in Russland lahmgelegt – und auf den Displays Botschaften veröffentlicht. © Facebook (Dmytro Nikonov)

Ukraine hackt russische Ladestationen – und nutzt Displays für Verbalangriff

Der Ukraine-Konflikt hat nicht nur heftige Folgen für die Autoproduktion – auch an den Börsen herrscht große Unsicherheit und Benzin und Diesel werden immer teurer. Nun hat er offensichtlich aus Auswirkungen auf E-Autofahrer – und zwar in Russland. Wie das Portal „Carbuzz“ unter Berufung auf das russische Energieunternehmen Rosetti und die Firma AutoEnterprise berichtet, seien alle Elektro-Ladestationen auf der viel befahrenen M-11-Route zwischen Moskau und St. Petersburg durch den Hackerangriff abgeschaltet worden. Dem Bericht zufolge hat das Unternehmen AutoEnterprise, das einige der Hauptkomponenten der russischen Ladesäulen herstellt, seinen Sitz in der Ukraine. (Schock an der Ladesäule: Großstadt erhöht Preise drastisch)

Ukraine hackt russische Ladestationen – deutliche Botschaft an Wladimir Putin

Noch überraschender als die Tatsache, dass die Ladesäulen keinen Strom lieferten, dürften für die potenziellen Kunden die Nachrichten auf den Displays der Stromtankstellen gewesen sein. Unter anderem sollen dort Nachrichten wie „Ruhm der Ukraine“ und „Putin ist ein A...“ angezeigt worden sein.

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Der offensichtlich erfolgreiche Hackerangriff dürfte die russische Mobilität allerdings nur sehr begrenzt eingeschränkt haben, denn laut einem Bericht des Finanzdienstleisters S&P Global sind in Russland weniger als 0,5 Prozent der Fahrzeuge Elektroautos. Gerade einmal 13.000 E-Fahrzeuge sind in Russland registriert – insgesamt sind in Russland 45 Millionen Autos angemeldet. *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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