Taxi-Fahrt mit bösem Ende

Uber-Fahrer wirft pupsenden Gast aus Auto – danach wird es richtig schlimm

Ein Uber-Fahrer sitzt am Steuer seines Autos. (Symbolbild)
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Während einer Fahrt mit dem Uber-Taxi pupst ein Gast ins Auto. (Symbolbild)
  • Jan Schmidt
    vonJan Schmidt
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Weil ein Fahrgast unbeherrscht in das Auto eines Uber-Fahrers pupste, setzte dieser ihn einfach vor die Tür. Doch das ist noch nicht das Ende der Geschichte, die sich im englischen Bristol ereignete.

Bristol (England) – Unlängst pupste der betrunkene James Mallet (35) auf der Fahrt mit drei Bekannten von Bristol zu einem Nachtklub in dem Vorort Kingswood, wie das Internetportal „Bristol Live“ berichtet. Der Uber-Fahrer, Aleksander Bonchev, warf den betrunkenen und pupsenden Fahrgast daher aus seinem Auto. (Kuriose Namen: So nennen wir Deutsche unsere Autos)

Daraufhin kam es zum Streit, der schnell handgreiflich wurde. Zuerst attackierte der 35-Jährige den Fahrer, dieser setzte sich zur Wehr und schlug den Betrunkenen hart ins Gesicht. Jetzt wurde der Fall vor dem Staatsgericht in Bristol verhandelt. Das Gericht ging davon aus, dass der Uber-Fahrer Aleksander Bonchev in Notwehr zugeschlagen hat. (Dating-Apps: Mit diesen Automodellen im Profilfoto werden Sie sofort attraktiver)

Uber-Fahrer wirft pupsenden Gast aus Auto – danach wird es richtig hart

James Mallet bekannte sich der Körperverletzung für schuldig und wurde vom Staatsgericht verurteilt. Er bekam eine sechs-monatige Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem muss er eine Entschädigung in Höhe von 500 Pfund (rund 550 Euro) zahlen. Neben diesen Bestrafungen muss der 35-Jährige auch noch 120 Stunden gemeinnütziger Arbeit verrichten. Der Verteidiger von James Mallet, Anthony Bignall, beschreibt seinen Mandanten jedoch als „höflich, hilfsbereit, brav und zuvorkommend“. (Mit dem Auto auf die Alm: Bergwacht muss NRW-Familie retten, weil ...)

Noch einschneidender allerdings ist das Schicksal, das Uber-Fahrer Aleksander Bonchev aufgrund dieses Vorfalls erleben musste. Da er sich bei der Schlägerei einen Finger brach, konnte er seinen Job als Uber-Fahrer nicht mehr ausüben – er verlor seine Anstellung. In der Folge konnte er nicht länger für den Unterhalt seines Autos aufkommen. Doch viel schwerwiegender war, dass er auch nicht mehr in der Lage war, die Miete für seine Wohnung zu zahlen – er endete als Obdachloser. Schließlich hat Aleksander Bonchev England verlassen, um wieder in seiner Heimat Bulgarien zu leben. (Illegales Autorennen auf A66: Spezial-Einheit und „Aktenzeichen XY“ suchen Raser)

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