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Toyota: Neue Plattform für Europa – Verbrenner trifft Elektro

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Von: Simon Mones

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Noch hält sich Toyota bei der Elektromobilität zurück. Dank der E3-Plattform könnte sich das ändern. Sie soll mehr Flexibilität ermöglichen.

Brüssel (Belgien) – Mit dem bZ4X hat Toyota kürzlich sein erstes reines Elektroauto vorgestellt, doch anders als die meisten Hersteller setzten die Japaner nicht ausschließlich auf die Elektromobilität. Im Gegenteil, zusammen mit anderen Herstellern versucht Toyota sogar, den Verbrenner zu retten.

„Wir sind davon überzeugt, dass der Weg zur Kohlenstoffneutralität nicht nur elektrisch sein wird, sondern vielseitig - das heißt, es werden verschiedene Technologien und Brennstoffe zum Einsatz kommen, die alle zum selben Ziel führen“, betonte Toyotas Europa-Chef Matt Harrison im Gespräch mit Automotive News Europe. (Toyota GR 86 im Test: Kompakter Spaßmacher mit Schwächen im Innenraum)

Toyota: Neue Plattform für Europa – Verbrenner trifft Elektro

Dennoch könnten auch die Kompaktmodelle Corolla und C-HR künftig eine Elektroversion bekommen. Diese baut dann jedoch nicht auf der reinen Elektroplattform e-TNGA auf, sondern auf einer neuen Plattform namens E3. Diese will Toyota für Europa entwickeln. Die Fahrzeuge, die auf e-TNGA basieren, sollen indes nur in Japan produziert werden. (Toyota Supra von 1993 steht zum Verkauf – zu einem Hammerpreis)

Ein roter Toyota Corolla fährt auf einer Landstraße. (Symbolbild)
Gibt es den Corolla bald auch als Elektroauto? (Symbolbild) © Toyota

Das Besondere an der E3-Plattform ist, dass sie sowohl bei Hybrid-, Plug-in-Hybrid- als auch rein elektrischen Antrieben zum Einsatz kommen kann. Um das zu ermöglichen, kombiniert Toyota Elemente der Elektroplattform E-TNGA mit der Verbrenner-Plattform fürs Kompaktsegment (TNGA-C). (Toyota Mirai im Miniformat: Darum ist das Modellauto so besonders)

Toyota: Corolla und C-HR ab 2026 auch rein elektrisch – dank neuer Plattfrom

Das Ziel: Den Antriebsmix der Toyota-Kernprodukte an die Nachfrage und die Ladeinfrastruktur in Europa anzupassen. Damit dürfte Harrison wohl den Corolla – der ab 2022 auch als Corolla Cross nach Europa kommt – und den C-HR meinen. Schon in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts sollen beide Modelle auf die neue E3-Plattform umgestellt werden.

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Dieser Zeitplan könnte jedoch in Sachen Modellpflege zu einem Problem werden. Sowohl der Corolla als auch der C-HR müssten noch fünf Jahre durchhalten. Insbesondere beim C-HR könnte das zum Problem werden, da dieser dann zehn Jahre auf dem Markt wäre. Der Corolla käme ebenfalls auf stolze acht Jahre. Es dürfte durchaus spannend sein, wie Toyota die Zeit überbrückt, bis beide Modelle ab 2026 mit einem elektrischen Antrieb starten.

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