Kleiner Muskelprotz

Neuer Toyota Aygo: Studie X Prologue gibt Ausblick – wird’s ein Mini-SUV?

Die Studie Aygo X Prologue
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Ganz schön bullig: Die Studie Aygo X Prologue gibt einen ersten Ausblick auf den nächste Generation des Kleinstwagens.
  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Gerade hat Toyota angekündigt, den Aygo neu aufzulegen – mit der Studie X Prologue zeigen die Japaner, wie der Kleinstwagen aussehen könnte. Wird’s ein Mini-SUV?

Toyota – Die erste Generation des Toyota Aygo kam im Jahr 2005 auf den Markt. Das Fahrzeug war damals nahezu baugleich mit dem Citroën C1 und dem Peugeot 107 – und rollte auch gemeinsam mit den beiden in einem Werk in Tschechien vom Band. Erhältlich war der erste Aygo mit einem Dreizylinder-Benzinmotor oder alternativ mit einem Reihenvierzylinder-Dieselaggregat. Der Nachfolger – das aktuelle Modell – ging 2014 an den Start, er ist nur allerdings noch mit einem Benziner zu haben. Und nun haben die Japaner mit der Studie Aygo X Prologue schon mal einen Ausblick auf die kommende, dritte Generation ihres Kleinstwagens gegeben. (Hyundai Bayon: Das neue City-SUV ist der technische Bruder dieses Kleinwagens)

Die C-förmigen Scheinwerfer der Studie Toyota Aygo X Prologue werden durch ein Leuchtenband verbunden.

Neuer Toyota Aygo: Studie X Prologue gibt ersten Vorgeschmack – wird es ein Mini-SUV?

Mit muskulösem Crossover-Styling, sportlicher Linienführung und einem in den Heckstoßfänger integrierten Fahrradträger gibt sich das Konzeptfahrzeug betont als Lifestyle-Flitzer für Stadtleben und Freizeit. Diese Positionierung könnte die Nische sein, in der Toyota die Neuauflage seines Einstiegsmodells sieht. Denn anders als die meisten Wettbewerber wollen die Japaner das kleinste Segment nicht aufgeben. Wann der neue Aygo startet, ist allerdings noch nicht bekannt. Der Name „Aygo“ steht angeblich übrigens sinngemäß für den englischen Ausdruck „I go“ („Ich gehe/fahre“). (Volkswagen nimmt VW e-up! vom Markt – Mega-Lieferzeiten für E-Autos sind schuld)

Erst kürzlich hatte Toyota den Nachfolger für den Kleinstwagen erstmals offiziell angekündigt. Das neue Modell soll auf der gleichen Plattform stehen wie der eine Nummer größere Yaris und dessen geplanter Crossover-Ableger. Für den Antrieb ist kein E-, sondern ein Verbrennungsmotor vorgesehen, um im typischen Preisbereich knapp oberhalb von 10.000 Euro bleiben zu können. Optisch prägendstes Merkmal der Studie sind die C-förmigen Scheinwerfer, deren unteres Ende jeweils von einem Leuchtenband verbunden wird, das sich über die komplette Front zieht. (Honda e im Test: Der schicke Stromer enttäuscht vor allem in einer Disziplin)

Auch die Heckleuchten der Studie Toyota Aygo X Prologue sind durch ein Leuchtenband verbunden.

Toyota Aygo X Prologue: Auch die neue Modellgeneration könnte wieder in Tschechien gebaut werden

Seit der Ankündigung ist klar, dass die Japaner dem kleinsten Segment auch nach dem Ende der Produktionskooperation mit Peugeot und Citroën treu bleiben. Bislang wurde der Aygo gemeinsam mit den PSA-Modellen 108 und C1 im tschechischen Werk Kolin gebaut, das Toyota kürzlich komplett übernommen hat. Auch der neue Kleinstwagen könnte dort vom Band rollen. Anders die PSA-Modelle: Die Franzosen, mittlerweile im Stellantis-Konzern aufgegangen, steigen aus der Kleinstwagenproduktion aus – wohl auch, weil mit den niedrigpreisigen Autos schwer Geld zu verdienen ist. Toyota will das jedoch mit Hilfe von Skaleneffekten möglich machen. Darüber hinaus könnte die Positionierung Lifestyle-Segment dabei helfen, beim Kunden höhere Preise durchzusetzen. (Mit Material von SP-X) 

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