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Diebstahl-Challenge: Kunden von Hyundai und Kia sollen Nachrüstung zahlen

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Von: Simon Mones

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Die Autos von Hyundai und Kia-Autos werden in den USA aktuell besonders oft gestohlen. Die Nachrüstung einer Wegfahrsperre sollen die Kunden zahlen.

Einmal nicht aufgepasst und zack ist das Auto geklaut. Für viele Autofahrer ist das ein absolutes Horrorszenario. Doch nicht alle müssen sich gleich viele Sorgen machen, denn die deutschen Diebe haben klare Präferenzen. Hyundai und Kia gehören da jedenfalls nicht zu. In den USA sieht das jedoch etwas anders aus, dort sind die Autos aus Südkorea bei den Langfingern gerade besonders beliebt. Für Kunden der beiden Marken wird das zur finanziellen Belastung, da sie eine wichtige Nachrüstung selbst bezahlen müssen.

Der Grund für die vielen Diebstahlzahlen: Einige Modellreihen von Hyundai und Kia sind mangels Wegfahrsperren besonders leicht zu klauen. Benötigt werden lediglich ein USB-Kabel und ein Schraubenzieher. Mit diesem wird die Verkleidung hinterm Lenkrad entfernt und das USB-Kabel an einem bestimmten Schaltkreis angeschlossen.

Die Logos und Hyundai und Kia.
Hyundai und Kia wollen ihre Kunden in den USA für eine wichtige Nachrüstung zahlen lassen. (Symbolbild) © Sven Simon/Silas Stein/Imago

Diebstahl-Challenge: Kunden von Hyundai und Kia sollen Nachrüstung zahlen

Die Methode ist so einfach, dass sich auf der Social-Media-Plattform TikTok die Kia-Challenge etabliert hat. Betroffen sind vor allen Modelle aus den Baujahren 2011 bis November 2021. Bei Hyundai sind es die Baujahre 2015 bis November 2021. Inzwischen haben die US-Importeure reagiert.

„Unsere Fahrzeuge erfüllen oder übertreffen die ‚Federal Motor Vehicle Safety Standards‘, und Wegfahrsperren gehören bei allen neuen Hyundai-Fahrzeugen zur Standardausrüstung“, erklärt Hyundai Motror America in einer Stellungnahme, aus der US-Medien zitieren. Und auch KIA America, betont, dass seit dem Modelljahr 2022 alle Autos mit einer Wegfahrsperre ausgestattet seien.

Diebstahl-Challenge: Kunden von Hyundai und Kia sollen Nachrüstung zahlen

Den Besitzern eines der für den USB-Diebstahl anfälligen Modelle hilft das jedoch wenig. Die gute Nachricht ist aber: Sie können bei Hyundai und Kia eine Wegfahrsperre der Firma Compustar nachrüsten lassen. Das Ganze hat jedoch einen Haken: Da es keinen offiziellen Rückruf gibt, müssen die Kunden die Kosten selbst tragen, wie Auto, Motor und Sport berichtet.

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Die Gesamtkosten liegen bei bis zu 750 US-Dollar (etwa 770 Euro), wie eine Anwältin, die mehrere Besitzer von Hyundai- und Kia-Autos vertritt, gegenüber den US-Medien erklärte. Deutsche Autofahrer brauchen sich indes keine Sorgen zu machen, der USB-Trick scheint nur bei US-Fahrzeugen zu funktionieren. Und auch die Diebstahl-Challenge hat es noch nicht zu uns geschafft.

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