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Ärger um Auktion von „The Fast and the Furious“-Mazda – „Kein Filmauto“

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Die Autos aus dem Streifen „The Fast and the Furious“ sind Kult. Nun kommt ein Mazda RX-7 in Film-Optik unter den Hammer – und es gibt Ärger.

Kissimmee (USA) – Wann ist ein Auto schön? Über diese Frage lässt sich hervorragend streiten. Gerade bei Old- und Youngtimern gibt es viele Liebhaber, für die so ein Fahrzeug gar nicht „original“ genug sein kann. Für andere wiederum darf das Tuning gerne auch mal extremer ausfallen – beispielsweise mit exzentrischen Bodykits, wie sie der japanische Hersteller Liberty Walk anbietet. Und auch an einem Mazda RX-7, der demnächst in Kissimmee im US-Bundesstaat Florida unter den Hammer kommt, dürften sich wohl die Geister scheiden. Doch wer genügend Geld in die Hand nimmt, holt sich mit der roten Flunder mit der Raketen-Roboter-Bemalung ein Stück Filmgeschichte in die heimische Garage. Allerdings ist nicht jeder von dem Angebot begeistert.

Ein Mazda RX-7 im „The Fast and the Furious“-Look
Dieser modifizierte Mazda RX-7 sieht dem Original aus dem Film „The Fast and the Furious“ zum Verwechseln ähnlich. © Mecum Auctions

Ärger um Auktion von „The Fast and the Furious“-Mazda – „Kein Filmauto“

Den Mazda RX-7 mit der wilden Bemalung fuhr die Figur des Dominic „Dom“ Toretto im Kultfilm „The Fast and the Furious“ (2001) – gespielt vom US-Schauspieler Vin Diesel (54). Ein paar Veränderungen im Gegensatz zur Film-Version des Wagens fallen aber auf: So ist unterhalb der Fenster der Name von Vin Diesel zu lesen, auf der rechten Fahrzeugseite auch der von Film-Director Rob Cohen. Wie in dem Angebot von Mecum Auctions zu lesen ist, wurde das Fahrzeug vom bekannten „Hollywood-Tuner“ George Barris (89, †2015) modifiziert – und war Teil seiner „All Star Car Collection“. Im Klartext: Es handelt sich also nicht um ein Original-Filmauto. (Auto crasht JP Kraemers Mazda RX-7 – die Reaktion des Beifahrers macht den Tuner fassungslos)

Blick ins Cockpit eines modifizierten Mazda RX-7
Auch im Innenraum wurde an diesem Mazda RX-7, der bald unter den Hammer kommt, einiges verändert. © Mecum Auctions

Ärger um Auktion von „The Fast and the Furious“-Mazda – Technischer Berater klärt auf

Allerdings ist das Angebot zugegebenermaßen ziemlich missverständlich – wer den Text nur flüchtig liest, könnte durchaus meinen, es handele sich um ein Fahrzeug, das in dem Kultstreifen von 2001 zum Einsatz kam. So sieht das offenbar auch Craig Lieberman, der beim ersten Teil von „The Fast and the Furious“ als technischer Berater diente – und großen Einfluss auf die Auswahl der Autos hatte. „Lasst uns der Fehlinformation ein Ende setzen: Dieser RX-7 war kein Filmauto“, schreibt er auf Instagram. Von George Barris hält er offenbar nicht viel: „.Es ist ein Auto, das George Barris von jemand anderem bauen ließ, um im Filmautogeschäft relevant zu bleiben.“ Auch mit anderen Fahrzeugen habe er das gemacht. (Dreist: Diebe klauen Mazda RX-7 vor den Augen des verstörten Besitzers)

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Geschätzt wird der RX-7, der noch im Januar unter den Hammer kommt, übrigens auf einen Wert zwischen 75.000 US-Dollar (rund 66.000 Euro) und 125.000 US-Dollar (rund 110.000 Euro). Um so einen Preis für das Fahrzeug zu bezahlen, muss man dann aber schon ein ziemlich großer Fan der „The Fast and the Furious“-Reihe sein – schließlich handelt es sich ja nicht um ein Original-Filmauto. Oder man ist Fan von Filmauto-Guru George Barris: Denn der hat das Auto signiert – und ein paar Fotos, die ihn gemeinsam mit dem getunten Mazda zeigen, gibt es noch obendrauf.

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