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Netzprobleme in Texas: Tesla bittet Kunden um Lade-Zurückhaltung

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Von: Sebastian Oppenheimer

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In Texas drohte eine Hitzewelle das Stromnetz kollabieren zu lassen – Tesla wandte sich deshalb mit einer speziellen Bitte an seine Kunden.

Für Autofahrer gab es sicherlich schon bessere Zeiten: Auf viele Neuwagen muss man aktuell lange warten, große Rabatte sind kaum drin. Und bei den Gebrauchten sieht es nicht viel besser aus: Das Angebot ist knapp, die Preise hoch. Dazu kommen die extrem hohen Spritpreise. Allerdings bleiben auch Elektroauto-Fahrer aktuell nicht von Problemen verschont: Die Preise für Strom haben kräftig angezogen – zudem steuert Deutschland laut einer Studie auf eine „massive Ladelücke“ zu, weil der Ausbau der Stromtankstellen zu langsam vorangeht. Im US-Bundesstaat Texas kämpft man derweil zusätzlich noch mit anderen Schwierigkeiten – weswegen Tesla sich mit einer Bitte an seine Kunden richtete.

In Texas drohte eine Hitzewelle das Stromnetz kollabieren zu lassen – Tesla wandte sich deshalb mit einer speziellen Bitte an seine Kunden.
Netzprobleme veranlassten Tesla sich in Texas mit einer speziellen Bitte an seine Kunden zu wenden. (Symbolbild) © MiS/Imago

Netzprobleme in Texas: Tesla bittet Kunden um Lade-Zurückhaltung

Das Stromnetz in Texas ist ziemlich fragil – wenn dann noch besondere Belastungen hinzukommen, wird es kritisch. Wegen einer bevorstehenden Hitzewelle warnte der Netzbetreiber ERCOT nun vor möglichen Stromausfällen. Um einen Zusammenbruch zu vermeiden, rief das Unternehmen seine Kunden auf, speziell zwischen 14 und 20 Uhr Energie zu sparen. Und auch Tesla verschickte eine Over-the-Air-Nachricht an seine Kunden: Diese wurden gebeten, nach Möglichkeit das Laden zwischen 15 und 20 Uhr zu vermeiden, wie Electrek berichtet.

Offensichtlich versuchte Tesla auch über den Preis, die Kunden zum Stromtanken im entsprechenden Zeitkorridor zu bewegen, wie ein Twitter-Nutzer berichtet. Demnach kostete das Laden außerhalb der „Stoßzeiten“ nur die Hälfte:

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Netzprobleme in Texas: Auch Krypto-Mining-Firmen schränken sich ein

Laut der Nachrichtenagentur Reuters gelang es dem Anbieter ERCOT letzten Endes durch Strom-Einsparungen von Privatleuten und Firmen den Kollaps zu vermeiden. Einen Großteil trugen dazu offenbar Betreiber von Krypto-Mining-Unternehmen bei, die sich ebenfalls zum Stromsparen bereit erklärten. Wie der Anbieter mitteilte, seien rund zehn Kryptofarmen an das Netz angeschlossen. Es ist nicht das erste Mal, dass extreme Wetterbedingungen das Stromnetz in Tesla in die Knie zwingen: 2021 hatte eine Kältewelle für Stromausfälle gesorgt – Besitzer eines Ford F-150 Hybrid nutzen daher ihr Fahrzeug als Stromgenerator, was laut den Erfahrungsberichten im Netz erstaunlich gut funktionierte.

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