Neuer Ärger für Elon Musk

Tesla bekommt Millionenstrafe aufgehalst – und streicht diesen beliebten Service

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    vonSebastian Oppenheimer
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Gegenwind für Tesla-CEO Elon Musk: Das Umweltbundesamt hat gegen den E-Autohersteller offenbar eine Millionenstrafe verhängt – außerdem stellt Tesla ein beliebtes Angebot ein.

Palo Alto – In Deutschland läuft es für Elon Musk derzeit alles andere als rund: Erst kürzlich drehte der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) dem US-Elektroautobauer auf der Gigafactory-Baustelle in Grünheide bei Berlin das Wasser ab (Baustopp bei Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg: Bauleiter entlassen). Der Grund: Trotz mehrfacher Mahnung hatte Tesla seine Rechnung nicht bezahlt. Nun droht schon wieder Ärger – diesmal geht es um eine Millionenstrafe durch das Umweltbundesamt. Außerdem hat der Autobauer offenbar seine 7-Tage-Rückgabe-Regelung für Neuwagen gestrichen.

Tesla bekommt Millionenstrafe aufgebrummt – und streicht diesen beliebten Service

Weil sich Tesla in Deutschland nicht an die gesetzlichen Pflichten zu Rücknahme und Recycling von Batterieprodukten gehalten habe, hat die Behörde den Elektroautohersteller zur Zahlung eines Bußgelds in Höhe von 12 Millionen Euro verpflichtet, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf einen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Bericht über das dritte Quartal des Geschäftsjahres. Das Unternehmen ist aber demnach laut Geschäftsbericht nicht dazu bereit, den Bußgeldbescheid zu akzeptieren. „Obwohl wir den Ausgang des Verfahrens inklusive der endgültigen Höhe der Strafe nicht absehen können, haben wir Widerspruch eingelegt, und es ist nicht zu erwarten, dass es unser Geschäft wesentlich negativ beeinträchtigen wird“, heißt es darin. (Tesla schmeißt Radio per Update aus Autos: Wer’s zurückwill, muss extra zahlen)

Tesla: Richtlinie zur Rückgabe innerhalb von sieben Tagen von Webseite verschwunden

Außerdem hat der Elektroautobauer offenbar sein häufig beworbenes 7-Tage-Rückgaberecht gestrichen, das berichtet das US-Portal Electrec. So wie es aussieht, aber nicht nur in den USA. Auf der deutschen Tesla-Homepage hieß es noch vor wenigen Tagen: „Vorbehaltlich der Bedingungen dieser Richtlinie können Sie das Fahrzeug, falls Sie mit ihm unzufrieden sind, innerhalb von 7 (sieben) Kalendertagen an uns zurückgeben.“ Unter anderem akzeptiere Tesla eine Rücknahme, wenn unter anderem:

  • das Fahrzeug weniger als 1.600 Kilometer auf dem Tacho habe
  • die Neuwagengarantie noch nicht erloschen sei
  • sich das Fahrzeug in einem „neuen Zustand“ befinde, nicht beschädigt sei oder ungewöhnlich Abnutzungsspuren aufweise

Diese Rückgabe-Richtlinie ist allerdings nun online bei Tesla nicht mehr abrufbar – stattdessen wird man auf eine allgemeine Support-Seite umgeleitet. Wie viele Kunden ihr Auto aufgrund dieser Regelung zurückgegeben haben, ist nicht bekannt, genauso wenig wie der Grund der Änderung der Bedingungen. Möglicherweise haben einfach zu viele Menschen die Regelung in Anspruch genommen – vor allem beim Tesla Model Y waren gehäuft grobe Qualitätsmängel aufgetaucht (Tesla Model Y: Besitzer deckt neue Pfusch-Konstruktion mit Baumarktteilen auf). Vielleicht wurde die 7-Tage-Rückgabe-Richtlinie aber einfach nur zu oft ausgenutzt, um mal einen Tesla Probe zu fahren.

Rubriklistenbild: © Markus Ulmer via www.imago-images.de

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