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„Öffne A***loch”: Obszöne Tesla-Sprachbefehle – so reagieren die E-Autos

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Von: Christian Schulz

Derbe Sprüche wirken: Obszöne Sprachbefehle der Tesla-Software führen zu eindeutigen Reaktionen der E-Autos von Elon Musk. Ist das extravagant oder zu viel des Guten?

Palo Alto (Kalifornien) – Die einen lachen, die anderen schütteln verwundert den Kopf. Mehrere Tesla-Besitzer haben obszöne Tesla-Sprachbefehle entdeckt, auf die Elektroautos des US-amerikanischen E-Auto-Herstellers von Elon Musk (49) tatsächlich reagieren. Die Softwareentwickler des kalifornischen Unternehmens haben ganz offensichtlich einen Scherzkeks gefrühstückt – anders lässt sich kaum erklären, warum ausgerechnet diese Begriffe Eingang in den Befehlswortschatz der vollelektrischen Fahrzeuge gefunden haben. Was man alles zu einem Tesla sagen kann, lässt einen staunend zurück. Und vor allem, wie die Modelle auf die Schmuddel-Ansagen reagieren.

„Öffne A***loch”: Obszöne Tesla-Sprachbefehle – so reagieren die E-Autos

Dass geheime Sprachbefehle oder Software-Gimmicks bei Elon Musks Elektro-Boliden auftauchen, ist nichts Neues – sondern im Gegenteil bereits des Öfteren vorgekommen. Diesmal handelt es sich jedoch um echte „Verbal-Ausfälle“. Ob das so mit dem Marketing beziehungsweise der PR-Abteilung abgesprochen war. Unter Umständen nein – und die Software-Nerds aus dem Silicon Valley haben ihre eigenen Gags und Späße in den Algorithmen der Tesla-Technik untergebracht. Andererseits neigt auch der exzentrische Tesla-Boss und Tech-Milliardär Elon Musk zu oft merkwürdigem und manchmal derbem Humor. (Tesla Gigafactory Grünheide: Elon Musk greift Bundesregierung an – Allianz mit Deutscher Umwelthilfe)

Zwei E-Autos von Tesla werden an Ladesäulen aufgeladen. (Symbolbild)
Die Tesla-Entwickler von Elon Musk erlauben sich immer wieder Späße mit der Software der Elektroautos. (Symbolbild) © Imago / Sven Simon

Jedenfalls machen sie sich beim E-Auto-Branchenführer ein Vergnügen daraus, immer wieder so genannte „Easter Eggs“ (dt.: „Ostereier“) in die Software der Tesla-Modelle einzubauen. So werden ursprünglich versteckte Gimmicks in Computerspielen genannt – wo verborgene Insider-Scherze als erstes verbreitet waren. (Tesla-Boss Elon Musk: Wutanfall wegen TV-Beitrag über Grünheide – „Schande über ZDF Info!“)

Bei Tesla gab es beispielsweise ein die Geschwindigkeit erhöhendes Software-Update, das die Besitzer selber finden mussten – oder die Möglichkeit, das Auto in den tauchfähigen Lotus Esprit aus James Bond zu verwandeln. Zumindest auf dem Display. Zufall war dies sicher nicht – hat doch Elon Musk die Original-„Wet Nellie“, so der Spitzname des Lotus, im Jahr 2013 für damals umgerechnet rund 730.000 Euro ersteigert. Auch auf einer Regenbogenstraße konnten Tesla-Fahrer schon unterwegs sein – nach mehrmaligem Drücken der Autopilot-Taste in schneller Folge. Ganz offenbar, weil die Ingenieure der Kalifornier ein Faible für Super Mario haben. Auf dem Bildschirm erschien eine in bunte Farben getauchte Straßenansicht, die an die „Rainbow Road“ aus Mario Kart erinnerte. (Tesla-Geständnis: Autonomes Fahren weit entfernt – doch Elon Musk verspricht „Full Self Driving“ für alle)

„Öffne A***loch”: Obszöne Sprachbefehle bei Tesla – Steuerung des Ladeanschluss der E-Autos

Die nun gefundenen anzüglichen Sprachbefehle bieten Tesla-Fahrern die wohl skurrilsten Möglichkeiten der ganzen Autobranche, auf die Ladeanschlüsse von E-Autos zuzugreifen. Das berichtet zumindest das englischsprachige Online-Magazine „Teslarati“. Es zitiert hierzu einen bekannten Tesla-Fan und Twitter-User namens @tesla_master. Der hatte über das soziale Netzwerk geteilt, was passiert, wenn man seinem Tesla den Befehl „Open butthole“ (dt.: „Öffne A***loch“) erteilt. Wie von Zauberhand öffnen die magischen Worte den Ladeport des Elektroautos. Zahlreiche andere Tesla-Besitzer bestätigten dies – und einige fanden sogar heraus, dass sich über den entgegengesetzten Befehl „Close butthole“ (dt.: „Schließe A***loch“) die Ladeklappe auch wieder schließen lässt. (Rätselraten um Tesla-Logo: Elon Musk lüftet das Geheimnis – dafür steht das „T“ im Firmenemblem)

Es handelt sich nicht um das erste „Easter Egg“, das Sprachbefehle betrifft. Auch was die Steuerungs-Ansagen angeht, gibt es Präzedenzfälle. So konnten Tesla-Fahrer über den Ausdruck „My balls are cold“ (dt.: „Meine Eier sind kalt“) die Sitzheizung ihrer E-Autos anwerfen. Über die Ansprache „Enable/Disable Life Support“ (dt.: „Aktiviere/Deaktiviere lebenserhaltende Maßnahmen“) ließ sich die Klimaautomatik an- und ausschalten. (Tesla Model 3: Fertigungs-Experte zeigt sich restlos entsetzt – „Das ist nicht akzeptabel“)

Der Befehl „my balls are cold“ auf dem Display eines Tesla
Der Befehl „my balls are cold“ (dt.: „meine Eier sind kalt“) aktiviert in manchen Tesla-Modellen die Sitzheizung. © Twitter (@6463dc)

Über den obszönen „Butthole-Befehl“ steuert jedoch nicht jedes Tesla-Modell den stromdurstigen Ladeanschluss. Stattdessen öffnet sich bei manchen Elektrofahrzeugen der hintere Kofferraum. Wenn sich da mal keiner vera***t vorkommt.

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