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Tesla-Shuttle für Berufspendler: Schon bald niemand mehr hinterm Steuer?

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Von: Jasmin Pospiech

Kostenlos und automatisiert: Mit zweit Tesla Model X testen Grenzpendler zwischen dem Saarland und Frankreich einen Shuttle-Service. Bald schon Normalität?

Überherrn (Saarland) – „Überglücklich und sehr stolz“ ist Professor Thomas Bousonville von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, kurz HTW Saar. Nach zwei Jahren trägt das Projekt namens „TERMINAL“, das er unter anderem mit Kollege Professor Horst Wieker leitet, endlich Früchte. Worum es dabei geht? Unter anderem um einen automatisierten Shuttle-Service im deutsch-französischen Grenzgebiet.

Tesla-Shuttle für Berufspendler: Schon bald niemand mehr hinterm Steuer?

„Das ist ein Meilenstein für den grenzüberschreitenden Pendlerverkehr“, freut sich auch Kollege Wieker. Und die ersten Berufspendler haben den kostenlosen Dienst zwischen Creutzwald und Überherrn-Altforweiler in der laufenden Testphase bereits erfolgreich absolviert. Zur Verfügung stehen für die 17 Kilometer lange Strecke zwei Tesla Model X. Und die fahren nicht nur nahezu geräuschlos durch die Straßen, sondern auch deren Autopilot ist aktiviert – der allerdings alles andere als unumstritten ist.

In der Testphase sitzt aus Sicherheitsgründen noch ein geschulter Fahrer am Steuer, der allerdings das Lenkrad kaum berührt. Noch bis September werden die Berufspendler aus Frankreich von Montag bis Freitag ins Saarland zu ihren jeweiligen Arbeits- bzw. Büroschichten von frühmorgens um fünf Uhr bis Mitternacht befördert. (Waymo Roboter-Taxi rammt Scooter-Fahrer – Schuldfrage liefert Überraschung)

Ein Tesla Model X mit geöffneten Flügeltüren (Symbolbild)
Ein Tesla-Shuttle ist im deutsch-französischen Grenzgebiet eingerichtet worden. (Symbolbild) © Tesla Motors/dpa

Tesla-Shuttle für Berufspendler: Fahrgemeinschaft der Zukunft

Während der Testphase sollen technische Fahrzeugdaten gesammelt und analysiert werden, wann das Fahrzeug im Autopilot-Modus selbst gefahren ist und in welchen Situationen der Fahrer eingreifen musste. Aber auch die Passagiere sollen befragt werden, um herauszufinden, ob sich solch ein Mobilitätskonzept in der Zukunft durchsetzen könnte. (Autonomes Fahren: Waymo Roboter-Taxi macht Straße dicht – und will vor Helfern flüchten)

Obwohl bis zu fünf Personen im Elektroauto Platz haben, dürfen aus Infektionsschutz-Gründen während der Corona-Pandemie zunächst nur maximal zwei Fahrgäste gleichzeitig mitfahren.

Dennoch ist die Vision, dass der kostenlose Shuttle-Service in Zukunft auch für eine breitere Bevölkerung zugänglich gemacht wird. Wann das allerdings genau der Fall sein könnte, ist noch unklar. Vielleicht ist ja bis dahin auch gar kein Fahrer mehr erforderlich. Förderer des Projektes sind übrigens das Programm „Interreg VA Großregion“ aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr.

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