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Tesla droht Produktions-Aus: Gigafactory vom Gas abhängig

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Von: Simon Mones

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Obwohl Tesla auf erneuerbare Energien setzt, ist die Gigafactory in Grünheide von Gaslieferungen abhängig. Im schlimmsten Fall droht sogar das Produktions-Aus.

Grünheide – Seit nunmehr sechs Wochen tobt der Krieg in der Ukraine und das, obwohl die Politik versucht, Russland mit Sanktionen zu einer friedlichen Lösung zu zwingen. So sollen demnächst die Importe von russischer Kohle verboten werden. Beim Gas wiederum will man unabhängiger von Putin werden, ein Import-Stopp steht jedoch noch nicht bevor. Im Europaparlament wird darüber jedoch debattiert. Für die deutsche Wirtschaft hätte das jedoch große Folgen.

„Wir sind aktuell noch nicht so weit, wie wir sein müssten, um einen kompletten Winter ohne Gaslieferung aus Russland zu überstehen“, sagte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir dem Radiosender FFH. Und auch in der erst kürzlich eröffneten Tesla-Gigafactory in Grünheide bei Berlin stünden die Bänder ohne russisches Gas still.

Tesla droht Produktions-Aus: Gigafactory vom Gas abhängig

Zwar setzt Tesla-Chef Elon Musk (50) in seiner neuen Fabrik auch auf erneuerbare Energien, doch ganz ohne Gas geht es auch beim Elektroautobauer nicht, wie die „Bild“ berichtet. So werden rund 60 Prozent des Verbrauchs der Gigafactory in Grünheide mit russischem Gas gedeckt. Pro Stunde verbraucht das Werk rund 9354 Kubikmeter Gas.

Grafische Darstellung der Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg
Ohne Gas stehen die Bänder in Teslas Gigafactory in Grünheide still. (Symbolbild) © Tesla

„Sollte Putin den Gashahn zudrehen oder der Gas-Stopp von deutscher Seite kommen, dann sind Krankenhäuser und Schulen hoch priorisiert“, betonte der brandenburgische Grünen-Fraktionschef Benjamin Raschke (39). „Die Verbraucher haben auch absoluten Schutz. Die Industrie sind die Ersten, die runterfahren und verzichten müssten.“

Tesla droht Produktions-Aus: Brandenburg könnte auch ohne Gas-Embargo den Hahn abdrehen

Doch auch wenn es nicht zum Gas-Embargo gegen Russland kommt, könnten die Bänder im Tesla-Werk von heute auf morgen still stehen. Denn auch das Land Brandenburg könnte die Versorgung der Gigafactory kappen und so beispielsweise auf die vorübergehende Vergesellschaftung der Gazprom-Tochter Germania reagieren. Dann müsste die Gasversorgung laut dem „Berliner Kurier“ ebenfalls priorisiert werden.

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Die Vorbereitungen für einen solchen Extremfall laufen bereits auf Hochtouren. Wie die „Bild“ berichtet, würde bereits eine Rangfolge erarbeitet, allerdings soll jeder Einzelfall entschieden werden. Sicher ist aber: Tesla steht genauso ganz weit oben auf der Liste wie das BASF-Chemiewerk in Schwarzheide, das Zementwerk Rüdersdorf und andere Großverbraucher. Bei BASF befürchtet man im Fall eines Gas-Boykotts sogar die schwerste Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieg. *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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