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Tesla fällt bei Polizei durch: Deshalb wollen die Beamten kein Model Y

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Die Polizei in der US-Stadt Spokane hat zwei Tesla Model Y für ihre Zwecke getestet – mit einem eindeutigen Ergebnis: Sie will keine Autos des Typs mehr kaufen.

Spokane (USA) – Zumindest beim Thema Beschleunigung haben die meisten Verbrenner gegen ein halbwegs potentes Elektroauto kaum eine Chance. In anderen Bereichen sieht das dann schon wieder etwas anders aus – beispielsweise beim Thema Laden: Das dauert nicht nur viel länger, als Sprit in den Tank zu pumpen – die Stromer unterscheiden sich bei der Ladedauer auch untereinander stark. Und auch die Reichweite vieler E-Autos wird noch immer von vielen als zu gering kritisiert. Eine US-Stadt wollte trotzdem mal ausprobieren, wie sich Stromer im Polizeieinsatz eignen – und kaufte zu diesem Zweck zwei Tesla-Model Y, die entsprechend umgebaut wurden. Das Ergebnis: ziemlich ernüchternd.

Tesla fällt bei Polizei durch: Deshalb wollen die Beamten kein Model Y

Die Stadt Spokane im US-Bundesstaat Washington hat es sich zum Ziel gesetzt, auf E-Mobilität umzusteigen. Wie „The Spokesman-Review“ berichtet, hat die Stadt deshalb für die Polizei im vergangenen Jahr zwei Tesla Model Y angeschafft – ein YouTuber hat den Stromer über zwei Jahre getestet. 30.000 US-Dollar (umgerechnet rund 27.500 Euro) hat es laut dem Bericht gekostet, die Teslas zu Polizeifahrzeugen umzurüsten. Doch die Beamten sind mit den texanischen E-Fahrzeugen alles andere als zufrieden – allerdings in erster Linie weder wegen der Reichweite noch wegen irgendwelcher Ladeproblematiken.

Ein Tesla Model Y (Symbolbild)
Die Polizei in Spokane hat zwei Tesla Model Y getestet – und war von den Fahrzeugen wenig begeistert. (Symbolbild) © CTK Photo/Imago

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Tesla Model Y fallen bei Beamten durch: „Sie sind als Polizeiauto nicht geeignet“

„Sie sind als Polizeiauto nicht geeignet. Sie sind zu klein. Sie sind nicht für die Polizeiarbeit konzipiert“, sagte Maj. Michael McNab dem Bericht zufolge vor dem Komitee für öffentliche Sicherheit und Gesundheit der Stadt Spokane. In Mitarbeiterbefragungen war herausgekommen, dass sich die Beamten in dem Tesla mit der entsprechenden Ausstattung eingeengt fühlten. Die Polizei würde lieber weiterhin auf Hybrid-SUV von Ford setzen.

Tesla Model Y fallen bei Beamten durch – doch der Stadtrat pocht auf E-Autos

Der Stadtrat von Spokane, insbesondere dessen Präsident Breean Beggs, pocht jedoch darauf, dass die Stadt auf vollelektrische Alternativen umsteigt. Deswegen sollen die Polizisten noch andere E-Autos ausprobieren, etwa den neuen Ford F-150 Lightning. Laut „The Spokesman-Review“ ist Beggs der Meinung, dass Elektroautos länger halten als Hybrid-Fahrzeuge und dazu auch noch Geld einsparen würden.

64 neue Fahrzeuge will die Polizei von Spokane in diesem Jahr kaufen – ob darunter dann auch reine E-Fahrzeuge sind, steht noch in den Sternen. Die Marke Tesla hat aber ganz offensichtlich ziemlich schlechte Karten.

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