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Tesla öffnet Supercharger für alle – für Fremd-Lader wird’s teuer

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Von: Simon Mones

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Tesla will seine Supercharger künftig auch für andere Marken öffnen. In den Niederlanden wurde nun ein entsprechendes Pilotprojekt gestartet. Fremd-Lader zahlen jedoch deutlich mehr.

Palo Alto (USA) – Weltweit werden immer mehr Elektroautos zugelassen, entsprechend steigt auch der Bedarf an Ladesäulen. Doch teilweise geht der Ausbau der Infrastruktur nur schleppend voran, weswegen Volkswagen-Boss Herbert Diess bereits heftige Kritik an Ionity übte.

Tesla wiederum hat von Beginn an konsequent ein eigenes Netz aufgebaut und betreibt inzwischen weltweit mehr als 25.000 Ladepunkte. In den kommenden Jahren soll sich diese Zahl sogar noch verdreifachen. Bislang sind die Supercharger jedoch exklusiv für Kunden des US-Unternehmens gedacht. Das ändert sich nun aber, denn Tesla will seine Supercharger auch für andere Marken öffnen.

Tesla öffnet Supercharger für alle – für Fremd-Lader wird’s teuer

In den Niederlanden startet Tesla dafür nun einen Pilotversuch und öffnet zehn Standorte auch für die Modelle anderer Hersteller. Konkret handelt es sich dabei um die Supercharger in Sassenheim, Apeldoorn Oost, Meerkerk, Hengelo, Tilburg, Duiven, Breukelen, Naarden, Eemnes und Zwolle. (Tesla mit ehrgeizigem Plan: So viele Supercharger soll es bald geben)

Ein Elektroauto von Tesla lädt an einer Supercharger-Ladesäule. (Symbolbild)
In den Niederlanden öffnet Tesla die Supercharger für alle – mit einer Ausnahme. (Symbolbild) © Tesla

„Es war schon immer unser Bestreben, das Supercharger-Netzwerk auch für Elektroautos zu öffnen, die nicht von Tesla stammen, und so mehr Fahrer zu ermutigen, elektrisch zu fahren. Dieser Schritt unterstützt direkt unsere Mission, den Übergang der Welt zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen“, erklärt Tesla auf seiner Homepage. (Tesla: Großauftrag von Hertz katapultiert Elon Musk in Börsenolymp)

Tesla öffnet Supercharger für alle – doch die Sache hat einen Haken

Um die Supercharger zu nutzen, benötigen die Elektroautofahrer die Tesla-App (Version 4.2.3 oder höher). Allerdings sind die Kosten höher als für Kunden des US-Unternehmens. Einen genauen Preis nennt Tesla auf seiner Homepage nicht, dort heißt es lediglich, dass dieser je nach Standort unterschiedlich sein kann.

In der Realität unterscheiden sich die Preise ja nach Standort aber kaum, so wurden auf Twitter Preise von 57 bzw. 59 Cent pro kWh genannt. Zum Vergleich: Tesla-Fahrer zahlen in den Niederlanden lediglich um die 24 Cent. In Deutschland berechnet das US-Unternehmen derzeit 40 Cent pro kWh. Der Preis für die kWh lässt sich jedoch durch eine „Ladenetz-Mitgliedschaft“ senken. Dann zahlen auch Nicht-Tesla-Fahrer lediglich 24 Cent. Für diese Mitgliedschaft berechnet das US-Unternehmen einem Twitter-User zufolge 12,99 Euro Grundgebühr im Monat. (Tesla in Europa immer beliebter – Model 3 feiert nächsten Erfolg)

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Deutsche Elektroauto-Besitzer können die Supercharger jedoch nicht nutzen. „Das Non-Tesla Supercharger-Pilotprojekt ist derzeit auf Elektroautofahrer beschränkt, die in den Niederlanden leben“, erklärt Tesla. Weitere Märkte sollen jedoch in Kürze folgen. Es ist also gut möglich, dass Tesla auch die Supercharger in Deutschland bald für alle freigibt.

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