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Tesla will Model X nicht zurückgeben – Vorbesitzer ist schuld

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Von: Simon Mones

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Ein norwegischer Tesla-Händler wollte ein Model X nach einer Reparatur einbehalten. Der Vorbesitzer soll schuld daran sein.

Stathelle (Norwegen) – Vor dem Besuch in der Werkstatt graut es wohl jedem Autofahrer, denn in der Regel heißt das vor allem eines: Es wird teuer. Doch grade bei modernen Autos lassen sich Reparaturen in der Werkstatt oftmals leider nicht vermeiden.

So ging es auch Gjermund Ölstad aus Stathelle in der Nähe der norwegischen Hauptstadt Oslo. Dieser hatte bei Tesla die Federung an den Reifen seines Model X (Baujahr 2016) reparieren lassen. Doch noch bevor er sein Elektroauto aus der Werkstatt abholen konnte, folgte der Schock: Jedoch nicht Form der Rechnung, sondern per SMS, wie motor.no berichtet. (Tesla Model X crasht mit offener Flügeltür gegen Doppeldeckerbus – „das wird teuer“)

Tesla will Model X nicht zurückgeben – Vorbesitzer ist schuld

Tesla teilte darin mit, dass man ihm das Fahrzeug wegen einer nicht bezahlten Rechnung nicht aushändigen könnte. Doch es war nicht Ölstad der vergessen hatte zu zahlen, sondern der Vorbesitzer des Model X. Dennoch wollte Tesla das Elektroauto erst dann an den Norweger übergeben, wenn die offene Rechnung beglichen wurde. (Tesla Upgrade: Kauf durch Ganghebel ausgelöst? Es soll 12.000 Euro kosten)

Ein Tesla Model X steht vor einer Garage.
Tesla wollt ein Model X nach einer Reparatur einbehalten – wegen einer offenen Rechnung. © Tesla

„Zuerst habe ich ‚Hey!‘ zurückgeschrieben, bevor ich gefragt habe, was sie sich davon versprechen, mein Auto einfach so in Verwahrung zu nehmen. Denken sie, ich sollte den Vorbesitzer bedrohen?“, sagte Ölstad und fuhr fort: „Ich habe sie auch gefragt, ob sie sich sicher sind, dass das, was sie tun, legal ist.“ (Tesla will 16.000 US-Dollar für Reparatur – Werkstatt nur einen Bruchteil)

Tesla will Model X nicht zurückgeben – Händler bemerkt Fehler und entschuldigt sich

Eine berechtigte Frage. Die Antwort darauf laut: Nein, das sagen zumindest der norwegische Automobilklub NAF (Norges Automobil-Forbund) und der Verbraucherrat. Auch in Deutschland ist das nicht so einfach möglich. Zwar können Werkstätten Autos einbehalten, wenn es offene Rechnungen gibt, diese müssen jedoch vom aktuellen Besitzer stammen. Wurde das Auto zu Unrecht einbehalten, können Autofahrer Ausgleichszahlungen fordern. („Drecks-Tesla“: Model S ist defekt – trotzdem wird auch noch sein Besitzer verklagt)

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Auch der Tesla-Händler kam relativ schnell zu der Erkenntnis, dass die Maßnahme die falsche Person trifft. Eineinhalb Stunden nach dem Ölstad die SMS bekommen hatte, meldete sich ein Mitarbeiter des Autohauses bei ihm: „Sie entschuldigten sich und sagten, dass es ihnen leidtue und dass es einen Fehler im System gegeben habe.“

Dennoch zeigte sich der Tesla-Fahrer verwundert, da der Mitarbeiter wusste, dass der Vorbesitzer säumig sei und nicht Ölstad, der neben dem Model X auch ein Model 3 besitzt. Zudem war das erste Mal, dass er schlechte Erfahrungen mit Tesla gemacht hat, sonderlich sauer dürfte er also nicht sein. Zumal sich das Problem ja schnell gelöst hat.

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