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Tesla Model X zurückgegeben: Kunde zahlt zwei Jahre später immer noch

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Der Käufer eines Tesla Model X gab seinen Wagen nach nur drei Tagen fristgerecht zurück – doch bis heute zahlt er Raten für ein Auto, das er nicht besitzt.

Kalifornien (USA) – Die Marke Tesla spaltet noch immer die Meinungen: Während viele Fans des E-Autobauers vor allem von der Reichweite und so mancher technischen Spielerei begeistert sind, sehen viele andere vor allem die „Autopilot“-Technik sehr kritisch. Denn damit gibt es immer wieder Probleme, besonders in den Beta-Versionen der „Full Self-Driving“-Software, die sogar auf öffentlichen Straßen getestet wird, was von Experten scharf kritisiert wird. Und auch beim Service hakt es offensichtlich: Der Fuhrparkverband BFV hatte sich kürzlich bitter über die Qualität der Betreuung bei Tesla beschwert. Auch ein amerikanischer Kunde hat mächtig Ärger mit Tesla: Er kaufte sich ein Model X und gab es fristgerecht zurück – doch er zahlt mehr als zwei Jahre später noch immer dafür.

Der Käufer eines Tesla Model X gab den Wagen nach nur drei Tagen fristgerecht zurück – doch bis heute zahlt er Raten für ein Auto, das er nicht besitzt.
Ein Mann gab sein Tesla Model X fristgerecht zurück – zahlt aber noch mehr zwei Jahre später dafür. (Symbolbild) © GlobalImagens/Imago

Tesla Model X zurückgegeben: Kunde zahlt 2 Jahre später immer noch

Der selbsterklärte Tesla-Fan Danny R. kaufte sich Anfang 2020 ein Model X zum Preis von 116.000 US-Dollar (umgerechnet rund 109.000 Euro): Am 28. Februar des Jahres nahm er das Fahrzeug entgegen, wie CNBC berichtet. Doch nur drei Tage später wollte er das Fahrzeug nicht mehr und teilte dem E-Autobauer mit, dass er Fahrzeug im Rahmen der siebentägigen Rückgabefrist zurückgegeben würde, die damals von Tesla-Chef Elon Musk (50) angeboten wurde.

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Tesla Model X zurückgegeben: Zu lange Ladezeiten und klemmende Flügeltüren

Für die Rückgabe führt der Käufer mehrere Gründe an: So sei die Reichweite des Wagens zu schnell dahingeschmolzen und auch der Ladevorgang habe länger gedauert, als versprochen. Außerdem habe eine der Flügeltüren geklemmt – und die Installation einer entsprechenden Ladestation in seinem Apartmentkomplex habe zehn mal mehr gekostet, als Tesla ihm versprochen habe.

Tesla holte das Model X mit einem Abschleppwagen ab, der Käufer hielt die Sache damit für erledigt. Doch mitnichten: Stattdessen erhielt Danny R. einige Wochen später eine Benachrichtigung von Tesla, dass sein Fahrzeug repariert worden sei – und er es abholen könne. Er hatte aber nie einer Reparatur zugestimmt. Der Mann stoppte trotzdem die Raten-Zahlungen, schließlich hatte er das Auto ja nicht mehr. Doch dann kam eine Nachricht von seiner Bank: Seine Kreditwürdigkeit sei herabgestuft worden, wie er gegenüber CBNC erklärt.

Tesla Model X zurückgegeben: Ex-Kunde fährt jetzt Toyota

Weil der Mann aber ein kleines Unternehmen besitzt, ist er nach eigener Aussage auf eine starke Kreditwürdigkeit angewiesen. Also zahlte er weiter die Raten an die Bank und die Beiträge an die Versicherung – bis heute, mehr als zwei Jahre später. „Wenn du aufhörst, deine Bank zu bezahlen, wird dich das zerstören“, sagte er gegenüber CNBC. „Jedes Mal, wenn das Geld von meinem Konto abgezogen wird, erschaudere ich.“

Der Mann reichte Klage gegen Tesla ein – diese wurde jedoch zu seiner Überraschung in ein Schlichtungsverfahren umgewandelt, das noch immer läuft. Inzwischen fährt Danny R. übrigens keinen reinen Stromer mehr, sondern einen Plug-in-Hybriden: einen Toyota Prius.

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