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Tesla-Ladesäule im Retro-Look: Was steckt hinter dem Design-Gag?

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Von: Marcus Efler

Tesla-Fahrer wollen die Verbrenner-Ära so schnell wie möglich hinter sich lassen? Kann eigentlich nicht sein – wie die Begeisterung für eine besondere Retro-Ladestation beweist.

Coopersburg (Pennsylvania) – Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Gern klammert er sich an Bewährtem fest: Architekten verkleiden Neubauten mit historischen Fassaden, die Schallplatte lebt, und der neue, voll elektrische Fiat 500 sieht aus wie die Knatterkugel der 50er-Jahre. Gerade, wenn eine Umstellung so schnell und scheinbar unabwendbar daherkommt wie die Elektromobilität, mag mancher die liebgewonnenen Insignien der Verbrenner-Ära konservieren. „Einige Kunden“, wunderte sich ein Audi-Designer mal, „möchten gerne vier Auspuff-Töpfe am Heck ihres e-tron“. („Audi charging hub“: Schnelllade-Lounges geplant – Fremdfabrikate kriegen weniger)

Tesla-Ladesäule im Retro-Look: Was steckt hinter dem Design-Gag?

Ähnlich sinnlos, aber irgendwie heimelig wirkt das, was ein Tüftler im US-Staat Pennsylvania installierte – passend zu der von ihm betriebenen Eisdiele „Inside Scoop“ im beschaulichen Coopersburg nördlich von Philadelphia. Die ist nämlich ganz im Stil eines Diners der 50er-Jahre gehalten, und bei der Generation iPhone trotzdem (oder wahrscheinlich gerade deshalb) schwer angesagt. Wer da nun mit seinem ebenfalls angesagten Tesla anrauscht, kann den auch laden, während er sein leckeres „Bubblegum Italian Ice“ genießt. (Lade-Automatik für Tesla: Model-3-Fahrer baut sich KI-Roboter für zu Hause)

Tesla-Ladestation im Retro-Design in Coopersburg
Strom statt Sprit: Diese historische Zapfsäule geht mit der Zeit. © Twitter (PlugShare)

Tesla-Ladesäule im Retro-Look: Ein Gruß aus der goldenen Heckflossen-Ära

Möglich allerdings, dass er die Stromsäule erst mal vergeblich sucht. Die ist nämlich keineswegs im bekannten High-Tech-Style des Corporate-Designs gehalten – sondern sieht aus wie eine Pumpstation aus der goldenen Ära der Heckflossen-Chevys. Genau so etwas war die Säule auch einst. Allerdings stecken statt der Benzinpumpen jetzt zwei Tesla-Ladegeräte in dem klassischen Kleid. Darauf weist auch das runde Schild oben auf der Säule hin: das Marken-Emblem wurde ebenfalls liebevoll der Epoche der Straßenkreuzer angepasst. (Zu wenig Ladestationen in Deutschland: Müssen Supercharger von Tesla herhalten?)

Tesla-Ladesäule im Retro-Look: Strom-Tankstelle ist der Hit auf Social Media

Echte Supercharger-Technik (mit bis zu 250 kW) findet sich im Innern indes nicht: Mit 16 Kilowatt Ladeleistung dient die Old-School-Säule eher der Entschleunigung beim Softeis-Schlecken. Doch hier folgt die Funktion der Form, und die findet massenhaft Fans: Ein entsprechender Post auf Reddit hat schon 15.000 Likes eingesammelt.

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