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Tesla: Experte testet Full Self-Driving – sein Urteil ist gnadenlos

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Von: Simon Mones

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Der Experte für autonomes Fahren, Brad Templeton, hat Tesla Full Self-Driving getestet. Sein Urteil fällt mehr als deutlich aus.

Cupertino (USA) – Seit seiner Einführung stand Teslas Full Self-Driving immer wieder in der Kritik. Zum einen, weil es sich dabei um eine Beta-Version handelt, die von normalen Fahrern auf öffentlichen Straßen getestet wird. Zum anderen, weil es immer wieder Unfälle mit dem System gab.

Zudem versagte das System in zahlreichen Test immer wieder und machte deutlich, warum es sich eben nur um eine Beta-Version handelt. So ist das Full Self-Driving beispielsweise im Schnee völlig überfordert. Entsprechend niedrig waren die Erwartungen von Brad Templeton (60), als er das Full Self-Driving mit seinem Tesla Model 3 auf die Probe stellte.

Tesla: Experte testet Full Self-Driving – sein Urteil ist deutlich

Der Softwareentwickler gilt als Experte für selbstfahrende Autos und hat bereits für Waymo, Cruise, Starship sowie die Amazon-Tochter Zoox gearbeitet. Alles samt Unternehmen, die sich mit autonomem Verkehr beschäftigen. Sein Urteil über das Full Self-Driving hat also Gewicht und es fiel dramatisch aus. (Tesla: Full Self-Driving im CNN-Test – mit krassem Ergebnis)

Der Innenraum eines Tesla Model 3 (Symbolbild)
In einem Test des Experten Brad Templeton fiel Teslas Full Self-Driving durch. (Symbolbild) © Tesla

„Ich habe großen Respekt und Bewunderung für Elon Musk, also tut es mir leid, das zu sagen, aber... es ist schrecklich. Ich meine wirklich schlecht“, sagte Templeton in einem YouTube-Video. Seine erste Fahrt bezeichnete der Experte für autonomes Fahren als „beängstigend“. (Tesla „Full Self-Driving“: Verbraucherschützer warnen vor Beta-Test)

Tesla: Full Self-Driving schockiert Experten – „Jede Fahrt ist anders“

Für die Testfahrten wählte Templeton eine rund 3,5 Meilen (etwa 5,63 Kilometer) lange Strecke in der Nähe des Apple-Hauptquartiers in Cupertino. Vor der Umzug nach Texas war auch Tesla im Silicon Valley zu Hause, entsprechend sollte das Auto diese recht einfache Strecke gut kennen. Doch dem Model 3 gelang mit dem Full Self-Driving nicht eine fehlerfreie Fahrt – und das bei rund einem Dutzend Fahrten. (Tesla „Full Self-Driving“: Elon Musks Autopilot hält Mond für gelbe Ampel)

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„Jede Fahrt ist anders, mit einem anderen Muster an Fehlern, einige davon schwerwiegend“, betont Templeton. Immer wieder musste der Experte eingreifen, um zu verhindern, dass das Elektroauto irgendwo gegen fährt. So versuchte das Tesla Model 3 mehrfach an einer roten Ampel abzubiegen oder blieb einfach auf Zebrastreifen stehen und blockierte Kreuzungen. (Tesla: Full Self-Driving mit neuer Funktion – es gibt Kritik)

Tesla: Experte gibt Full Self-Driving schlechte Note

Hinzu kommt, dass die Fahrten sehr ruckelig waren. So gab das Model 3 immer wieder plötzlich Gas oder bremste abrupt ab.  „Das sind keine Sicherheitsprobleme – im Gegenteil, das Fahrzeug tut das wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen –, aber sie zeigen, wie unausgegoren das Produkt ist“, erklärt der Experte. (Tesla veröffentlicht Update – zieht es aber gleich wieder zurück)

„Ich gebe Tesla FSD ein ‚F‘ [gleichbedeutend mit einer 6 in Deutschland, Anm. d. Red.], wenn es um das Produkt ‚Self-Driving‘ geht. Eigentlich sollte es diesen Namen gar nicht tragen, wie viele andere bereits betont haben“, urteilt Templeton. Auf dem Highway kommt der Autopilot mit einem “D“ etwas besser weg. Allerdings macht der Experte klar: „Den Autopiloten zu verwenden ist eine erschütternde Erfahrung. Es ist definitiv nicht entspannend oder unterstützend.“ 

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