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Tesla will Fahrer per Innenraum-Kamera überwachen – und kann’s sogar erklären

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Von: Marcus Efler

Überwachung per Innenraum-Kamera während der Fahrt: Klingt nach Big Brother und ist es irgendwie auch. Doch Tesla verfolgt damit einen bestimmten Zweck und kann’s sogar erklären.

Palo Alto – Bitte lächeln: Tesla-Besitzer kennen die kleine Kamera, die über dem Rückspiegel sitzt. Die ist allerdings in der Regel nicht aktiv – so jedenfalls der allgemeine Kenntnisstand. Nun allerdings hat Tesla ein Software-Update veröffentlicht, das dem Bordcomputer den Zugriff auf die Cam ermöglicht, wie das US-amerikanische Blog Electrek berichtet. Tesla beschreibt das Update 2021.4.15.11 so, dass die Innenraumkamera nun die Aufmerksamkeit des Fahrers überwachen könne. (Tesla Model 3: Fertigungs-Experte Sandy Munro entsetzt – „Nicht akzeptabel“)

Tesla will Fahrer per Kamera überwachen – und hat sogar eine Erklärung dafür

Dies gilt offenbar dann, wenn die sogenannte „Autopilot“-Funktion aktiviert ist – die allerdings nur so heißt, aber tatsächlich keinen echten Autopiloten bietet. Das ist genau das Problem, das möglicherweise schon einige Tesla-Eigner ihr Leben gekostet hat. Denn vor allem in den USA verlassen sich manche Fahrer darauf, dass ihr Auto selbstständig fährt, und widmen sich während der Fahrt anderen Beschäftigungen. Um das künftig zu verhindern, hat sich CEO Elon Musk wohl entschlossen, eine Sicherung gegen Ablenkung zu installieren. (Tesla-Fahrer schläft am Steuer bei 130 km/h – Polizei hat Mühe, ihn zu wecken)

Tesla Model 3, fahrend
Die Innenraumkamera im Tesla Model 3 filmt ab sofort den Fahrer. © Tesla

Tesla will Fahrer per Kamera überwachen – für mehr Kontrolle

Tesla geht mit der Kamera-Überwachung relativ offen um, auf freiwilliger Basis können sich Kunden schon seit letztem Jahr filmen lassen, um den Ingenieuren beim Entwickeln von Sicherheitsfunktionen zu helfen. Künftig könnte die Überwachung aber auch Voraussetzung dafür sein, überhaupt den sogenannten „Autopiloten“ aktivieren zu können. Er integriert bislang Assistenzsysteme wie Abstandsregeltempomat und Spurhalteassistent. Ein Drucksensor im Lenkrad soll garantieren, dass der Fahrer trotzdem die Fahrt aktiv überwacht. Findige Tüftler unter den Tesla-Fans tricksen das System aber immer wieder aus. Eine Kamera könnte besser überprüfen, ob der Fahrer nicht doch andere Dinge tut. (Tesla-Fan setzt Elon Musk Denkmal – auch der Pool muss dran glauben)

Innenraum eines Tesla Model 3
Die Kamera sitzt oberhalb des Rückspiegels. © Tesla

Tesla will Fahrer per Kamera überwachen: Was im Tesla passiert, bleibt im Tesla

Das Update geht einher mit der Einführung des Vision-Systems in bestimmten Tesla-Modellen (Model 3 and Model Y), das die Umgebung des fahrenden Autos künftig per Kamera überwacht – anstelle von Radar-Sensoren. Elon Musk hatte sich da bereits begeistert über die Möglichkeiten der Überwachung per Cams geäußert. Die Aufnahmen aus dem Innenraum und die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen übrigens nicht nach außen gelangen. Verspricht Tesla – nach dem Motto: Was im Tesla passiert, bleibt im Tesla.

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