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Elon Musk: Will der Tesla-Chef bald keine Autos mehr verkaufen?

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Mit den Verkaufszahlen von Tesla geht es seit Jahren steil bergauf. Nun möchte Chef Elon Musk offenbar das Geschäftsmodell grundlegend ändern.

Austin – Leasing gibt es schon lange – inzwischen setzen viele Unternehmen jedoch auf etwas noch relativ Neues: das sogenannte Auto-Abo. Der schwedische Hersteller Volvo beispielsweise wirbt stark damit, doch es gibt natürlich noch zahlreiche andere markenunabhängige Anbieter, wie etwa Finn, Sixt plus oder like2drive. Und die Idee klingt gar nicht schlecht: Man mietet quasi ein Fahrzeug all-inclusive. Heißt: Außer dem Tanken kommen keine zusätzlichen Kosten auf den Kunden zu. Auch die Laufzeit kann auf Wunsch sehr kurz gewählt werden. Einer der Nachteile: Oft kann das Fahrzeug nicht individuell konfiguriert werden. Möglicherweise kommt nun bald ein neuer Abo-Anbieter hinzu: Der texanische E-Autobauer Tesla plant offenbar, unter die Autovermieter zu gehen.

Elon Musk: Will der Tesla-Chef bald keine Autos mehr verkaufen?

Wie „businessinsider.de“ berichtet, hat Tesla-Chef Elon Musk (50)der kürzlich in einem Podcast den Menschen Tipps für mehr Erfolg im Beruf gab – schon mehrfach angekündigt, keine eigenen Fahrzeuge mehr verkaufen zu wollen. Und zwar ab dem Zeitpunkt, wenn sein „Full Self-Driving“-System (FSD) voll funktionstüchtig sei. Nachdem dies seinen Angaben zufolge bis Ende 2022 sein soll, könnte er ab diesem Zeitpunkt seine Teslas also womöglich nur noch vermieten. (Tesla hat erneut Qualitätsprobleme: „Das ist echt lächerlich“)

Elon Musk macht eine abwägende Geste. (Symbolbild)
Tesla-Chef Elon Musk: Will er seine Tesla bald nur noch vermieten? (Symbolbild) © Britta Pedersen/dpa

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Tesla: „Full Self-Driving“-System zeigt aktuell noch große Schwächen

Ob es tatsächlich auch so kommt, ist aber fraglich. Denn dass Tesla-Fahrzeuge ab Ende 2022 tatsächlich fehlerfrei vollautonom fahren, ist eher unwahrscheinlich. Aktuell zeigt das FSD-System zum Teil noch eklatante Schwächen – besonders in komplexen Situationen in der Stadt. Erst kürzlich kam es zu einem Rückruf, weil Tesla-Fahrzeuge im FSD-Modus Stoppschilder überfuhren. Besonders scharf wird von Experten kritisiert, dass Beta-Versionen der FSD-Software auf öffentlichen Straßen von ganz normalen Kunden getestet wird.

Möglicherweise geht die Idee von Elon Musk aber sogar über das normale Vermieten von Autos weit hinaus. Und man ordert sich seinen autonomen Tesla spontan per App – für eine einzelne Fahrt. An dieser Idee arbeiten aber natürlich auch schon viele andere. Doch auch hier hakt es teils noch gewaltig: So war es während der Paralympics 2021 zu einem Unfall mit einem Robotaxi des Herstellers Toyota gekommen. Und in San Francisco strandeten Dutzende von Robotaxis des Anbieters Waymo in einer Sackgasse. Das vollautonome Fahrzeug wird kommen – die große Frage ist aktuell nur: Wann? *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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