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Teslas „Autopilot“: Mitarbeiter zeigt Probleme auf – Hersteller feuert ihn

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Teslas „Autopilot“ ist hochumstritten. Ein Mitarbeiter zeigte auf YouTube Fehler des Systems auf – und wurde offenbar deshalb gefeuert.

Austin (USA) – Ähnlich wie bei der Debatte zum Thema „Stromer oder Verbrenner“ kochen auch bei Diskussionen um die Marke Tesla schnell die Gemüter hoch. Besonders umstritten ist der sogenannte „Autopilot“ des texanischen E-Auto-Herstellers, speziell dessen aufpreispflichtige Top-Version namens „Full Self-Driving“ (FSD) – diese weist immer wieder eklatante Schwächen auf. Scharf kritisiert wird von Experten besonders, dass Beta-Versionen der FSD-Software auf öffentlichen Straßen getestet werden. Nun hat ein Tesla-Mitarbeiter Probleme des FSD-Systems in der Beta-Version auf seinem YouTube-Kanal aufgezeigt – das kostete den Mann offenbar seinen Job.

Eine Tesla-Ladesäule (Symbolbild)
In den USA wurde ein Tesla-Mitarbeiter angeblich wegen kritischer YouTube-Videos gefeuert. (Symbolbild) © photothek/Imago

Teslas „Autopilot“: Mitarbeiter zeigt Probleme auf – Hersteller feuert ihn

Laut einem Bericht von „CNBC“ arbeitete der Mann namens John B. bei Tesla unter anderem am Autopilot-System mit. Allerdings betreibt der jetzige Ex-Mitarbeiter auch einen eigenen YouTube-Kanal namens „AI Addict“, auf dem er in Videos in erster Linie über die FSD-Beta-Software von Tesla berichtet. Allerdings fallen seine Praxistests des Systems nicht immer positiv aus, wie Clips von seinem Kanal zeigen (ein Beispiel weiter unten). Immer wieder deckte John B. dem Bericht zufolge Fehler auf.

John B. hatte sich laut dem Bericht selbst ein Tesla Model 3 gekauft, weil Tesla seinen Mitarbeitern freien Zugang zum FSD – das von Experten immer wieder kritisiert wird – angeboten hatte. Zu diesem Zeitpunkt kostete das Extra 8.000 US-Dollar (umgerechnet rund 7.250 Euro Aufpreis). Im Gegenzug mussten die Mitarbeiter allerdings dem Unternehmen das Recht einräumen, interne und externe Fahrzeugdaten zu erheben. Die Nutzung der FSD-Beta-Software wurde ihm nach seiner Kündigung entzogen.

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Tesla feuert Mitarbeiter: Angeblich „Richtlinien“ des Unternehmens gebrochen

In der schriftlichen Kündigung wurden laut „CNBC“ keine Details zum Grund der Entlassung festgehalten. Allerdings erklärte John B., dass vor seiner Entlassung Tesla-Manager gesagt hätten, dass er die „Tesla-Richtlinien“ gebrochen habe – und sein YouTube-Kanal einen Interessenskonflikt darstelle. Er sei seinem Arbeitgeber in Bezug auf seinen YouTube-Kanal allerdings immer transparent gewesen, sagt John B. laut dem Bericht. Er betont, dass er in seinen Videos nie etwas preisgegeben habe, was Tesla nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht habe.

In einem Tweet hatte Tesla-Chef Elon Musk (50) kürzlich erklärt, er sei „Absolutist der Meinungsfreiheit“. In seinem Unternehmen scheint freie Meinungsäußerung allerdings nicht ganz so gern gesehen zu werden, wie der Fall von John B. zeigt.

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