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Mit aktiviertem Autopilot: Tesla Model 3 crasht heftig in Polizeifahrzeug – was ist der Grund?

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Von: Jasmin Pospiech

Eine Polizeistreife kommt an einen Unfallort. Dann schießt plötzlich ein Tesla heran – und kracht in den Streifenwagen. Dabei steuert der Autopilot. Die Umstände geben Rätsel auf.

Lansing (Michigan) – Bei Dämmerung oder in der Nacht kommt es auf Landstraßen unglücklicherweise immer wieder zu Wildunfällen. Das erleben auch die Beamten der Michigan State Police. Kürzlich mussten sie einmal mehr mitten in der Nacht zu einem Unfall ausrücken.

Mit aktiviertem Autopilot: Tesla Model 3 crasht heftig in Polizeifahrzeug – was ist der Grund?

Ein Fahrzeuglenker war mit einem Wild zusammengestoßen, doch was dann passiert, damit haben die Polizisten sicherlich nicht gerechnet: Plötzlich schießt ein Tesla Model 3 heran und streift das Polizeifahrzeug, bei dem die Beamten aber wegen der Dunkelheit die Warnblinkanlage eingeschaltet haben. Doch erfolglos. Der Tesla schrammt am linken Heck des Streifenwagens entlang und hinterlässt dort seine Spuren: Schrammen, Dellen und sogar ein Teil der Karosserie des Dodge Charger wird abgerissen. Noch schlimmer hat es einen Honda erwischt, der mit einem Tesla „aufgegabelt“ wurde, allerdings war da der Schaden noch weitaus schlimmer.

Ein Dodge-Charger-Streifenwagen steht demoliert auf der Straße.
Dieser Streifenwagen wurde von einem Tesla gecrasht – trotz aktiviertem Tesla-Autopilot. © Twitter (MSP First District)

Glücklicherweise wird bei dieser Kamikaze-Aktion keiner der Beteiligten verletzt, wie es in einem Tweet der Michigan State Police heißt. Doch bei genauerer Untersuchung stellt sich schließlich heraus, dass es sich bei dem Tesla-Fahrer um einen 22-Jährigen handelt, der gar nicht (mehr) im Besitz eines gültigen Führerscheins ist. Für noch mehr Erstaunen sorgt, dass der Tesla-Autopilot während der Fahrt die ganze Zeit über eingeschaltet ist. (Tesla Model 3 ohne Fahrer: Frau erschrickt zu Tode – und will das Auto aufhalten (Video))

Mit aktiviertem Autopilot: Tesla Model 3 crasht heftig in Polizeiauto – Debatte über Assistenzsysteme

Wasser auf die Mühlen der Gegner des selbstfahrenden Assistenzsystems. Schließlich mehren sich die Schlagzeilen weltweit, dass es trotz aktivem Tesla-Autopilot immer wieder zu Crashs kommt. Und das obwohl er, richtig als Fahrhilfe angewendet, manchen sogar schon bei Unfällen das Leben gerettet hat.

Doch entgegen der Kritik weist der Elektroautomobil-Hersteller mit Elon Musk (49) an der Spitze selbst immer wieder darauf hin, dass autonomes Fahren kein Freifahrtschein für Fahrzeuglenker ist, unachtsam zu sein und in einem kritischen Augenblick nicht selbst aktiv werden zu müssen, um das Steuer im wahrsten Sinne des Wortes herumzureißen.

Doch diese Hinweise übersehen einige Tesla-Besitzer beflissentlich, so wie dieses Pärchen, das jetzt für mächtig Furore gesorgt hat, als es mit seinem Elektroauto auf einer vollen Autobahn fährt und dabei scheinbar schläft. Oder dieser Mann, der ebenfalls ein Nickerchen bei 140 km/h in seinem Tesla macht.* *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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