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Ende der Reichweitenangst? Start-up präsentiert Powerbank für E-Autos

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Ein britisches Start-up will E-Auto-Besitzer mit einem portablen Zusatz-Akku von ihrer Reichweitenangst befreien. Kann das gelingen?

London – Die Reichweite gehört für viele potenzielle E-Auto-Kunden nach wie vor zu den Knackpunkten beim Kauf eines Stromers. Reicht der Saft im Akku noch bis zum Ziel? Ist dort auch eine Ladesäule verfügbar? Solche Fragen sollen Elektroauto-Fahrer künftig allerdings nicht mehr plagen. Der chinesische E-Auto-Hersteller Nio beispielsweise, will das Problem mit Wechsel-Akkus lösen – doch ob sich diese Technik wirklich durchsetzen kann, steht momentan noch in den Sternen. Das britische Start-up ZipCharge verfolgt einen anderen Ansatz: Das Unternehmen will eine Art Spritkanister für E-Autos auf den Markt bringen – nur eben nicht mit Benzin oder Diesel gefüllt, sondern mit Strom. (Tesla blockiert Parkhaus-Auffahrt für drei Stunden – das steckt dahinter)

Ende der Reichweitenangst? Start-up präsentiert Powerbank für E-Autos

Bei dem Produkt ZipCharge Go handelt es sich im Prinzip um eine Batterie in Form eines Rollkoffers – ein Griff zum Ziehen lässt sich ausfahren. Die Idee klingt zunächst einmal ziemlich praktisch. Leider kann man das Gerät nicht irgendwo im Kofferraum des E-Autos andocken – und dann im Notfall zuschalten. Wie an einer normalen Ladesäule steckt man den Batterie-Koffer im geparkten Zustand an das Fahrzeug an – und wartet dann (je nach Fahrzeugakku und Umgebungstemperatur) laut Anbieter zwischen 30 und 60 Minuten, bis der Strom vom portablen Akku hinüber ins Fahrzeug geflossen ist. Bei voller Ladung durch den ZipCharge-Go-Akku soll eine Zusatzreichweite von 20 bis 40 Meilen (umgerechnet rund 32 bis 64 Kilometer) drin sein. (Streit um Ladesäulen: Wer bestimmt im Mietshaus? Gericht hat entschieden)

Ein ZipCharge-Akku lädt ein Elektroauto.
Mit einer Art Akku-Rollkoffer will das Start-up ZipCharge E-Auto-Fahrern die Reichweitenangst nehmen. © Instagram (zipcharge.global)

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Powerbank für E-Autos – den Preis verrät das Unternehmen noch nicht

Die wichtigste Frage lässt das Unternehmen bislang jedoch unbeantwortet: Und die lautet natürlich, was das Ganze kosten soll. Laut der Website des Start-ups soll der Batterie-Koffer so viel wie eine installierte Wallbox kosten. Allerdings ist hier die Preispanne ziemlich groß: Basismodelle gibt es bereits ab 500 Euro, doch leistungsfähigere Exemplare schlagen mit einem Vielfachen zu Buche. Auch die Installation einer Wallbox kann – je nach Anbieter und Voraussetzungen – noch mal mehrere Hundert Euro kosten. (Tesla öffnet Supercharger für alle – für Fremd-Lader wird’s teuer)

Ob sich der Akku-Koffer behaupten kann, wird sich zeigen. Denn für den Anbieter ist das Produkt nicht nur als Notlösung gedacht, sondern im Prinzip für „reguläre“ Ladevorgänge, bei denen man keinen normalen Ladepunkt erreichen kann. Also etwa, wenn man zu Hause ist oder auf der Arbeit. Fragt sich nur, ob man ein Gerät von diesem Wert einfach so auf der Straße stehen lässt – wo es doch so transportabel ist.

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