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Wallbox: So finden Sie den richtigen Lader für Ihr Zuhause – so viel Geld gibt’s vom Staat

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Von: Christian Schulz

Ein Nissan Leaf ist per Ladekabel mit einer Wallbox verbunden.
Wallboxen zum Laden von E-Autos werden staatlich gefördert – allerdings muss man auf den passenden Stecker achten. © Nissan

Nicht nur der Kauf eines E-Autos wird staatlich gefördert. Auch für die Schaffung eigener Lademöglichkeiten gibt’s Geld vom Staat. Das ist vorm Kauf einer Wallbox zu beachten.

Der Zeitpunkt für die Installation einer Wallbox in der eigenen Garage ist günstig wie nie. Seit Ende November schießt der deutsche Staat 900 Euro zu den Kosten für Kauf und Anschluss zu. Doch welches Gerät ist das richtige? Wir haben einige Tipps für die fachgerechte Auswahl.

Wallbox: So finden Sie den richtigen Garagen-Lader – das gibt’s an Fördergeld

Für eine Förderung stellt der Staat verschiedene Bedingungen: Zum einen muss die Ladestation über eine Normalladeleistung von elf Kilowatt verfügen, notfalls künstlich gedrosselt. Darüber hinaus muss sie Strom aus erneuerbaren Quellen bereitstellen, zum Beispiel aus einer eigenen Photovoltaik-Anlage. Möglich ist aber auch der Bezug von Öko-Strom über einen der gängigen Anbieter. Zudem ganz wichtig: Die Box muss intelligent steuerbar sein. Welche Wallboxen gefördert werden, finden Sie auf den Webseiten der der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Dort erscheinen regelmäßig aktualisierte Positivlisten. (Neue Pläne von Elon Musk: Größte Batteriefabrik der Welt und eigener Tesla nur für uns)

Staatliche Wallbox-Förderung: Wie ist die Auswahl an förderfähigen Modellen?

Wallboxen, die in den Genuss staatlicher Förderung kommen, gibt es in großer Zahl. Bei der Fülle an Garagen-Ladern ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten: Aktuell führt die KfW rund hundert Hersteller mit teilweise gleich mehreren Modellen auf. Die Auswahl umfasst auch die Geräte einiger Autohersteller. Diese werden in der Regel an Kunden mit den entsprechenden Fahrzeugen zu recht günstigen Konditionen verkauft. (Aus für Verbrennungsmotor schon 2025? Die deutsche Autoindustrie fürchtet sich vor ...)

Ein E-Auto ist per Ladekabel mit einer an der Wand befestigten Wallbox verbunden.
Wallboxen brauchen erheblich weniger Zeit für den Ladevorgang als normale Steckdosen. © Florian Schuh/dpa

Staatliche Wallbox-Förderung: Was bedeutet „intelligent steuerbar“?

„Dumme“ Ladestationen laden einfach drauflos, unabhängig davon, ob das Netz aktuell besonders belastet ist oder nicht. Intelligente Modelle beherrschen dynamisches Lastmanagement, passen also Leistung und Ladezeiten an die Situation an ihrem Standort an. Das wird umso wichtiger, je mehr Elektroautos in der Nachbarschaft geladen werden. Neben den Vorteilen für die Netzstabilität gibt es noch weitere Pluspunkte. Etwa die mögliche Einbindung in ein Smart-Home-Netzwerk oder die leichtere Kontrolle und Abrechnung des Stromverbrauchs, beispielsweise wenn ein Dienstwagen geladen wird. (Freche Kopie des VW ID.3 aus China: Der Didi D1 sieht aus wie das Original)

Der Aufpreis für das Mehr an „Intelligenz“ gegenüber nicht-vernetzten Modellen ist relativ gering. Er beträgt wenige hundert Euro. Die intelligenten Funktionen müssen bei dem zu fördernden Gerät aber nicht unbedingt genutzt werden oder freigeschaltet sein. Entscheidend ist, dass sie technisch vorhanden sind. (VW-Elektroauto-Paradies auf griechischer Insel – wieso nicht bei uns?)

Staatliche Wallbox-Förderung: Welche Ladeleistung wird benötigt?

Wallboxen gibt es in unterschiedlichen Leistungsstufen von rund 2,7 bis 22 kW. Je höher der Wert ist, desto schneller ist der Akku voll. Die Förderung gibt es aber ausschließlich für 11-kW-Boxen. Das ist nicht optimal für Fahrer derjenigen E-Modelle, die eigentlich schneller laden – denn sie können die volle Ladegeschwindigkeit nicht ausnutzen. Für Halter von E-Mobilen mit schwächeren Bordladern ist das hingegen weniger problematisch. Sie laden zwar langsamer, kommen dank Förderung aber in der Regel billiger an eine Wallbox, als wenn sie ein langsames Gerät ohne Förderung kaufen würden. Außerdem macht die höhere Ladeleistung die Installation zukunftssicher – etwa, wenn ein neues E-Auto angeschafft wird. (Plug-in-Hybride: Nur wirklich sinnvoll, wenn ihre Fahrer ...)

Eine Wallbox ist im Carport eines Privatgrundstücks angebracht.
Kleine Ladestationen für Elektroautos lassen sich einfach und unauffällig im Carport oder in der Garage anbringen. © Andrea Warnecke/dpa

Staatliche Wallbox-Förderung: Welchen Stecker brauchen Sie?

Die meisten E-Autos in Europa nutzen heute den Typ-2-Standard, erkennbar an den sieben Polen und der abgeflachten Oberseite. Lediglich einige ältere Modelle, etwa die ersten Nissan Leaf, haben einen runden, fünfpoligen Typ-1-Stecker. Wer eine Wallbox ohne fest installiertes Ladekabel wählt, kann mit Adaptern beide Typen „betanken“. Ist das Ladekabel mit der Box verbunden, sind derartige Lösungen in der Regel nicht möglich. Trotzdem dürfte letztere Variante für die meisten Nutzer die praktischste sein. Auch, weil das fahrzeugeigene Kabel für die öffentliche Ladesäule im Kofferraum bleibt und nicht vergessen werden kann. (Mini Countryman Hybrid: Lieferstopp, weil er in dieser Disziplin versagt)

Staatliche Wallbox-Förderung: Was kostet eine Wallbox?

Die Preise für Wallboxen liegen zwischen knapp 500 und über 2.000 Euro je nach Ladeleistung und Funktionsumfang. Dazu kommen die Installationskosten, die stark von den örtlichen Gegebenheiten abhängen. Wer die Förderung will, muss mindestens 900 Euro für Erwerb und Anschluss ausgeben, ansonsten gibt es überhaupt kein Geld. Sparsamkeit lohnt sich also nur bedingt. (Mit Material von SP-X)

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