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Tesla: Spektakulärer Crash in Taiwan wirft Fragen auf – hat der Autopilot versagt?

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Von: Arne Roller

Ein aktuell im Internet viral gehendes Video aus Taiwan zeigt, wie ein Tesla Model 3 mit hoher Geschwindigkeit in einen auf der Autobahn liegenden LKW knallt. Ist der Autopilot schuld?

Taiwan – auf einer Autobahn in Taiwan ist ein Tesla Model 3 in einen umgekippten Lkw geknallt. Im Video ist zu sehen, wie der Lkw auf der Überholspur liegt. Sein Fahrer steht äußerst gefährlich positioniert an der fahrbahninneren Leitplanke und versucht, herannahende Fahrzeuge zu warnen. Doch der Tesla verlangsamt nicht. Im letzten Moment springt der Lkw-Fahrer noch zurück, um nicht vom Model 3 erfasst zu werden, dass anschließend in den liegenden Lkw kracht.

Tesla-Unfall: Salat- und Frühstückszutaten dämpfen den Aufprall

Das Fahrzeug schlug durch die Abdeckplane des Lkw in den Laderaum, wo Salat- und Frühstückszutaten den Aufprall massiv abferderten. Verletzt wurde niemand, der Tesla-Fahrer weigerte sich zudem, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden. Kurz vor dem Aufprall ist Rauch an den Rädern des Tesla zu erkennen, ein klares Indiz für ein Bremsmanöver. Ob dieses vom Fahrer oder dem Autopiloten vollzogen wurde, ist noch unklar. Laut der lokalen Nachrichtenagentur CNA behauptete der Fahrer nach dem Unfall, der Autopilot sei eingeschaltet und die Geschwindigkeit auf permanente 110 km/h festgelegt gewesen. Noch ist also nicht klar, ob die Technik oder der Fahrer das Hindernis übersahen. Die Ermittlungen laufen. In den Sozialen Netzwerken wird derweil natürlich schon heftig spekuliert. Ein User ist sich seiner Sache ziemlich sicher: „Wetten dass, der Autopilot gar nicht gefahren ist?“

Autonomes Fahren: einige tödliche Unfälle in den letzten Jahren

Es ist aber nicht das erste Mal, dass ein Tesla-Modell mit Autopilot in einen solch kuriosen Unfall involviert ist. Bisher sind sechs tödliche Unfälle mit autonom fahrenden Fahrzeugen bekannt, davon fünf mit einem Tesla:

In einigen Fällen war der Schluss naheliegend, dass die Assistenzsysteme versagt haben könnten. Allerdings weist Tesla ausdrücklich daraufhin, dass man trotz eingeschaltetem Autopiloten immer die Aufmerksamkeit auf die Straße richten soll. Bei dem tödlichen Unfall am 23. März 2018 in Kalifornien hatten die Sensoren hatten mit hoher Wahrscheinlichkeit die Fahrbahnmarkierungen verwechselt, als sich die Straße verzweigte. Tesla behauptet, der Fahrer habe visuelle und akustische Warnungen erhalten. Seine Hände seien vor dem Aufprall sechs Sekunden lang nicht am Steuer gewesen. Die nationale Behörde für Transportsicherheit (NTSB) gab inzwischen bekannt, dass der Fahrer durch ein Videospiel auf seinem Handy abgelenkt war.

Auch bei dem Unfall des Mobilitätsanbieters Uber in Tempe (Arizona), bei dem eine Fußgängerin ums Leben kam, war der Fahrer abgelenkt. In einem Video ist zu sehen, dass er fortlaufend nach unten blickte. Ein Polizeibericht brachte hervor, dass er kurz vor dem Unfall auf seinem Handy Fernsehen geschaut hatte.

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