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Tesla veröffentlicht Update – zieht es aber gleich wieder zurück

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Von: Simon Mones

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Tesla hat ein Update für seinen Fahrassistenten „Full-Self-Driving“ (FSD) veröffentlicht. Nur um es wenig später wieder zurückzuziehen.

Palo Alto (USA) – Autonomes Fahren ist derzeit neben der Elektromobilität eines der wichtigsten Themen der Autoindustrie. Zahlreiche Entwickler und Hersteller arbeiten daran, dass Passagiere zukünftig von A nach B kommen, ohne selbst ans Steuer zu müssen.

Tesla-Besitzer etwa sind aber noch auf Fahrassistenten wie den Autopilot oder „Full-Self-Driving“ (FSD) angewiesen. Die Namen sind jedoch irreführend, denn: „Auch wenn diese Funktionen im Laufe der Zeit immer leistungsfähiger werden sollen, machen sie das Fahrzeug noch nicht autonom“, erklärt das US-Unternehmen auf seiner Homepage. (Tesla kämpft mit Cybertruck – Produktion von Elektro-Pick-up erneut verschoben)

Tesla veröffentlicht Update – zieht es aber gleich wieder zurück

Beide Funktionen sind umstritten und das jüngste Update der erweiterten Fahrassistenzfunktion „Full-Self-Driving“ dürfte nicht für weniger Kritik sorgen. Dieses musste Tesla nach nur einem Tag wieder zurückziehen. Schon im Vorfeld der Veröffentlichung hatte es Probleme gegeben, weswegen sich das Update verzögert hatte. (Update macht Tesla schlechter – Münchner verklagt E-Autobauer mit Erfolg)

Ein Navigationssystem in einem Tesla Model Y. (Symbolbild)
Autos von Tesla sollen künftig auch in der Stadt selbstständig navigieren können, was aber nur mit der neuen Software geht. (Symbolbild) © Tesla

Getestet wurde die neue Version bei rund 2.000 Tesla-Fahrern, die einen bestimmten Wert auf einer Sicherheitsskala erreicht hatten (mindestens 99 von 100 Punkten). Die Bewertung basiert dabei darauf, wie sicher die Fahrer in den letzten sieben Tagen unterwegs waren. Dazu wurden die Fahrdaten ausgewertet, wenn Interesse an der Teilnahme am Beta-Programm bestand. Zunächst wurde das Update bei Autofahrern ausgerollt, die 100 Punkte erreicht hatten. Am Wochenende auch bei denen mit 99 Zählern. (Tesla Gigafactory in Grünheide: Nächster Rückschlag für Elon Musk)

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Letztlich entschied sich der künftig in Texas beheimatete Elektroautobauer Tesla dann aber doch, das Update des „Full-Self-Driving“ auszurollen, fehlerfrei war es aber noch immer nicht, wie die Rückmeldungen zeigten. Wie die „Washington Post“ berichtete, gab es unter anderem Berichte über falsche Kollisionswarnungen und plötzliche Bremsungen. (Tesla per Abschlepp-Aktion laden – YouTuber zeigt, ob das gelingen kann)

Tesla veröffentlicht Update – Elon Musk verteidigt Beta-Test

Für Elon Musk (50) kein Grund zur Panik, wie er auf Twitter schrieb. Fehler seien demnach in einer Beta-Version zu erwarten. „Es ist unmöglich, alle Hardware-Konfigurationen unter allen Bedingungen nur mit interner Qualitätssicherung zu testen, deswegen die öffentliche Beta“, erklärte der Tesla-Boss. Inzwischen hat das US-Unternehmen damit begonnen, eine überarbeitete Version des Updates auszurollen. (Volkswagen gegen Tesla: Akku-Test – dieses Modell zieht den Kürzeren)

Mit dem Update sollen die Elektroautos von Tesla künftig auch in Städten selbstständig navigieren können – bislang ging das nur auf Highways. Vorerst soll die Funktion jedoch nur in den USA verfügbar sein. Doch auch dort gab es heftige Kritik, weil Tesla „größtenteils ungetestete“ Software einfach so im Straßenverkehr ausprobiert. Die Chefin des National Transportation Safety Board (NTSB, dt.: nationale Behörde für Transportsicherheit) hatte vor der Freigabe daher gefordert, dass „grundlegende Sicherheitsprobleme“ angegangen werden müssten, ehe das Update auf mehr Autos ausgerollt werde.

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