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Studie enthüllt: Autofahrer nutzen neue Technik nicht – aber warum?

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Von: Simon Mones

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Moderne Autos kommen mit immer mehr Technik, doch die Kunden nutzen nur einen Bruchteil davon. Aber warum ist das so?

Westlake Village (USA) – Wer sich ein neues Auto kauft, hat inzwischen die Qual der Wahl. Längst geht es nicht mehr nur um Marke und Modell, sondern auch um die inneren Werte. Denn: Die Hersteller statten ihre Autos mit immer mehr technischen Spielereien aus. So hat Hyundai jüngst ein besonderes neues Lenkrad patentieren lassen.

Manche dieser Funktionen sind hilfreich, andere wiederum verwirren die Autofahrer nur, weil sie eben zu komplex sind. Dabei ist es für viele Autokäufer ausschlaggebend, ob ein Fahrzeug eine bestimmte Funktion hat, die sie bei der Konkurrenz vielleicht nicht bekommen. (Waymo startet Robotaxis in San Francisco – traut aber eigener Technik nicht)

Studie enthüllt: Autofahrer nutzen Technik nicht – aber warum?

Und doch haben all diese Funktionen eines gemeinsam, wie eine neue Studie des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens J. D. Power zeigt: Nur die wenigsten werden im Alltag wirklich benutzt. Das mag erst mal komisch klingen, soll aber laut J. D. Power tatsächlich so sein. (Tesla verpetzt Fahrer: Welche Technik den Ermittlungsbehörden geholfen hat)

Der neue Mercedes-EQ. MBUX Hyperscreen (Symbolbild)
Moderne Autos bieten immer mehr neue Funktionen. (Symbolbild) © Mercedes-Benz AG

Demnach hat weniger als die Hälfte der Befragten in den ersten 90 Tagen mehr als eine von drei neuen Technologien benutzt. Den Fahrzeug-eigenen Store – zum Beispiel zum Erwerb neuer Funktionen – haben 61 Prozent noch nie genutzt. Die Mehrheit hat auch keinen Bedarf. (Digitale Innenspiegel: So ermöglicht die Technik den ungetrübten Blick nach hinten)

Studie enthüllt: Technik wird oft als nutzlos wahrgenommen – Einführung kann helfen

Bei der Kommunikationstechnologie für Fahrer und Beifahrer – sprich einer Freisprecheinrichtung oder einem Sprachassistenten – sieht es ähnlich aus. Hier gaben 52 Prozent der Befragten an, diese Technologie noch nie genutzt zu haben. Ein besorgniserregendes Ergebnis angesichts der Unfallzahlen durch Handynutzung. (Tesla Roadster: Visionäre Scheibenwischer-Technik – Patentamt bestätigt Elon Musks revolutionäre Pläne)

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Die Studie von J. D. Power hat zudem untersucht, warum die neuen Funktionen nicht genutzt werden. Dabei kam raus, dass diese den Kunden von den Händlern nicht gut genug erklärt werden. Je besser die Autokäufer in die Technologien eingeführt wurden, desto zufriedener waren sie. Einige Funktionen – wie beispielsweise die Gestensteuerung – werden indes schlicht als nutzlos eingestuft. Entsprechend seltener werden sie benutzt. Anders sieht es dagegen bei beliebten Funktionen wie der Rückfahrkamera aus. Diese können sich sogar auf künftige Käufe auswirken, da die Kunden nicht mehr darauf verzichten wollen.

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