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Mercedes-Benz EQS: „MBUX Hyperscreen“ – neues Video zeigt XXL-Display

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Von: Christian Schulz

Mit dem Riesen-Display „MBUX Hyperscreen“ will Mercedes-Benz sein Elektro-Flaggschiff EQS glänzen lassen. Der Mega-Touchscreen ist ein Hingucker – arbeitet aber mit einem Trick.

Stuttgart – Um den imposanten Touchscreen im Model S von US-Elektroauto-Branchenprimus Tesla und Elon Musk alt aussehen zu lassen, gestaltet Mercedes-Benz die Bildschirmfläche des Displays in seinem neuen seinem neuen E-Auto-Flaggschiff Mercedes-Benz EQS (quasi die vollelektrische S-Klasse) noch eine ordentliche Nummer größer: Der sogenannte „MBUX Hyperscreen“ deckt das komplette Armaturenbrett von einer Fahrzeugseite zur anderen ab. Es hat jedoch einen Grund, warum Mercedes selbst nie von einem Riesen-Display spricht – sondern immer die Bezeichnung „Bildschirmeinheit“ verwendet.

Der MBUX-Hyperscreen im Mercedes-Benz EQS

Das Mega-Display „MBUX Hyperscreen“ im neuen Mercedes-Benz EQS imponiert auch im Bewegtbild durch seine XXL-Abmessungen. © YouTube (Mercedes-Benz)

Mercedes-Benz EQS: „MBUX Hyperscreen“ – neues Video zeigt XXL-Display

Der Name „Hyperscreen“ suggeriert ein großes, durchgängiges Display – bei genauerem Hinschauen auf das, was da im schicken Innenraum des Mercedes-Benz EQS geboten wird, stellt sich allerdings heraus, dass dies nicht der Fall ist. Eigentlich handelt es sich nämlich nicht um einen großen Bildschirm – sondern um drei einzelne Touchscreens, die sich unter einer gemeinsamen Glasplatte befinden. Der Daimler-Konzern verkauft das geschickt wie folgt: „Mehrere Displays gehen nahtlos ineinander über und ergeben ein beeindruckendes, gewölbtes Bildschirmband.“ Beeindrucken kann das durchaus: Letztlich sind es zwar drei Einzelbildschirme – diese wurden jedoch so gekonnt arrangiert, dass eine als Einheit wahrgenommene und 141 Zentimeter breite Bildschirmfläche (55,5 Zoll) entsteht. (BMW gegen Mercedes: Autobauer duellieren sich mit ihren neuen Bediensystemen)

Der von Mercedes vorgestellte MBUX Hyperscreen

Der „MBUX Hyperscreen“ feiert seine Premiere in Daimlers Elektro-Flaggschiff Mercedes-Benz EQS. © Mercedes-Benz

Der „MBUX Hyperscreen“ umfasst ein digitales Fahrer-Display, einen massiven Infotainment-Bildschirm und einen Bildschirm für den Beifahrer. Unterhalb der gebogenen Glasfläche sorgen insgesamt 12 Vibrationsmotoren für haptische Rückmeldung an die Benutzer. Die technischen Daten des „Hyperscreens“ stellen so manches Notebook in den Schatten: Der Bordcomputer des Mercedes-Benz EQS kann mit acht CPU-Kernen, 24 Gigabyte RAM und 46,4 GB RAM Speicherbandbreite pro Sekunde aufwarten. (Steuerknüppel als Lenkrad-Ersatz? So will Tesla künftig Model S und Model X verkaufen)

Gesteuert wird die Darstellung auf den drei Bildschirmen über die neueste Ausbaustufe des 2018 eingeführten MBUX-Bediensystems. Künstliche Intelligenz soll dabei eine Überfrachtung der Bildschirmgrafik verhindern und dem Fahrer stets die passenden Funktionen anbieten. Der lernende „MBUX Hyperscreen“, der seine Benutzer Schritt für Schritt besser kennenlernen soll, sei „sowohl das Gehirn als auch das Nervensystem des Autos“, erklärt Mercedes-Vorstand Sajjad Khan. (Daimler-Fiasko: China-SUV wird zum bitteren Mega-Flop – Insider sprechen von „Desaster“)

Das mittlere Display des „MBUX Hyperscreen“ von Mercedes-Benz

Das mittlere Display des „MBUX Hyperscreen“ hat die größten Abmessungen der insgesamt drei verbauten Bildschirme. © Mercedes-Benz

Mercedes-Benz EQS: „MBUX Hyperscreen“ – Video demonstriert, wie Touchscreen funktioniert

Wie das Ganze in Bewegung aussieht, demonstriert Mercedes-Benz in einem Marketing-Video namens „Unexpected Beauty | #2“ auf seinem hauseigenen YouTube-Kanal. Die Webserie soll einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der neuen E-Limousine aus der Mercedes-EQ-Reihe bieten. Der Videoclip zeigt unter anderem das Navigationssystem des Fahrzeugs in Aktion – und führt vor Augen, wie die Bildschirme auf Berührungen reagieren. (Hyperscreen von Mercedes: Das steckt wirklich hinter dem neuen Riesen-Bildschirm)

Eine kurze Tour führt zu den wichtigsten Merkmale der Innenausstattung des Mercedes-Benz EQS. Außer dem riesigen „MBUX Hyperscreen“ darf beispielsweise die Funktionsweise des Schiebedachs bestaunt werden. Während dies normalerweise durch Drücken eines Knopfes oder Ziehen eines Griffs am Dach geöffnet und geschlossen wird, geschieht dies beim EQS durch eine Wink-Geste.

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