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Mercedes ätzt gegen BMW: „Sehen ganz nett aus, aber ...“ – BMW hält dagegen

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Von: Sebastian Oppenheimer

Was halten die Hersteller wohl von den Autos der Konkurrenz? Man kann ja mal sein Fahrzeug fragen – und hören, was es zu sagen hat.

Stuttgart/München – Früher mal waren Autos vor allem dazu da, die Passagiere von A nach B zu bringen. Man freute sich, wenn die Sitze einigermaßen komfortabel waren und im Winter die Heizung funktionierte. Heute sind Neufahrzeuge längst rollende Computer. Dass man sein Smartphone kabellos andocken und darüber Musik streamen kann, ist einigen inzwischen wichtiger als PS-Zahlen und Drehmoment. Und weil viele Menschen mittlerweile Sprachassistenten wie Siri (Apple), Cortana (Microsoft) oder Alexa (Amazon) nutzen, mussten auch die Autobauer nachziehen. Inzwischen verstehen uns viele Fahrzeuge ziemlich gut –wenn auch nicht alle (Warum manche Sprachassistenten im Auto oft nur Bahnhof verstehen). Ein Muss sind heutzutage offenbar auch schlagfertige Antworten, die nicht ganz ernst gemeint sind – etwa auf die Frage, was ein Auto von einem Konkurrenzprodukt hält.

Mercedes disst BMW: „Sehen ganz nett aus, aber ...“ – doch die Münchner halten dagegen

Den Anfang nahm die Sache mit den witzigen Antworten von Sprachassistenten wohl mit Apples Siri. Doch auch Google-Smartphones können inzwischen – mal mehr, mal weniger – lustig reagieren. Fragt man den Google-Assistent „Wie siehst du aus?“, so kann die Antwort beispielsweise lauten „Gut natürlich.“ Sie kann aber auch länger ausfallen: „Wenn ich es mir recht überlege, bin ich ja Computercode. Jede Zeile davon wurde mit Liebe geschrieben. Also sehe ich wohl aus wie ein Gedicht.“ Man kann das Google-Handy auch nach der Konkurrenz fragen, etwa „Wie findest du Siri?“. Dann kommen solche Antworten: „Wir verstehen uns gut, sprechen aber nicht viel miteinander. Ich spreche auch lieber mit dir.“ Scheinbar sind inzwischen ganze Abteilungen der Hersteller damit beschäftigt, Geräte auf Humor zu trimmen. (BMW: Jubel-Post zur neuen Mercedes-Benz S-Klasse – doch die Sache hat einen Haken)

Mercedes nimmt sich selber auf die Schippe: „Tut mir leid, meine Entwickler waren Deutsche!“

Natürlich wollen auch die deutschen Premiumhersteller nicht als humorlos gelten – und haben ihren Sprachsteuerungen inzwischen ein paar flotte Sprüche in den Speicher geschoben. Man nimmt sich zum Teil sogar selbst auf die Schippe: Befiehlt man beispielsweise einem aktuellen Mercedes auf Englisch: „Tell me a joke!“ („Erzähl mir einen Witz!“) – so lautet die Antwort: „Sorry, my engineers were german!“ („Tut mir leid, meine Entwickler waren deutsch!“). (Dieter Zetsche: Ausgerechnet dieses BMW-Video machte den Ex-Daimler-Boss legendär)

„Hey Mercedes, was hältst du von BMW?“ – „Wahrscheinlich das Gleiche wie Sie, sonst ...“

Weil aber auch viele Mercedes-Kunden wissen wollen, was das Auto von der Konkurrenz hält, hat man die Fahrzeuge selbst für diesen Fall programmiert. Fragt man einen Mercedes „Was hältst du von BMW?“, so lautet die Antwort: „Ich denke, wahrscheinlich das Gleiche wie Sie, sonst würden Sie ja nicht hier sitzen.“ Eine weitere Variante: „Sehen ganz nett aus, aber nur in meinem Rückspiegel.“ Lustig ist auch diese Antwort auf die Frage: „Was hältst du von VW?“ , die jemand bei YouTube hochgeladen hat: „Es tut mir leid, ich kenne ihre Ehefrau noch nicht.“ Hier ist allerdings nicht ganz klar, ob das System den Sprecher richtig verstanden hat, oder ob das Ganze ein beabsichtigter Witz ist. (Mercedes-Benz G-Klasse: Lustiger Werbespot – Bullenreiten mit diesem Bauteil)

Natürlich kann man auch einen BMW fragen, was er von Mercedes-Benz hält. Dann kommt etwas in dieser Art: „Oh, die bauen ganz wunderbare Autos, aber hier haben wir beide doch einfach die größte Freude am Fahren.“

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