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Jaguar Land Rover: Neues System soll bloße Absicht des Fahrers erkennen können

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Von: Jan Schmidt

Jaguar Land Rover: Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger vor einem Infotainment-Display
Die Software-basierte Lösung für die kontaktlose Bedienung will die bloße Absicht erkennen. © Hersteller

Touchscreens sind zum Standard bei der Bedienung von Pkw-Infotainmentsystemen geworden. Jaguar Land Rover hat sie nun in Zusammenarbeit mit der Universität Cambridge weiterentwickelt.

Whitley – Einen innovativen Touchscreen, der ohne Berührung auskommt, hat Jaguar Land Rover entwickelt. Die neue Technologie soll für weniger Ablenkung bei der Bedienung von Komfortfunktionen sorgen und darüber hinaus besonders hygienisch sein, was ja in Zeiten von Corona nicht gerade unwichtig ist. (Jaguar F-Type: Britisch, stilvoll, schnell – Abstriche gibt's beim Interieur)

Jaguar Land Rover: Kontaktlose Bedienung mit Kamera und Funksensoren

Im Gegensatz zur Gestensteuerung von VW, die nur am Display Bewegungssensoren aufweist, beobachtet das Jaguar-Land-Rover-System mit Hilfe von Kamera und Funksensoren Gesten und Augenbewegungen des Nutzers. Mit Hilfe einer intelligenten Software sollen die Absichten des Fahrers in Echtzeit erkannt werden. Laut dem britischen Autohersteller reduziert die Technik im Vergleich zu konventionellen Bediensystemen die Ausbreitung von Krankheitserregern und verkürzt zudem die Bedienzeit um bis zu 50 Prozent. (Jaguar I-Pace: Das Facelift macht ihn schneller – aber nicht auf der Straße)

Jaguar Land Rover: Kontaktlose Bedienung – Technologie könnte schnell in Serie gehen

Konkrete Angaben zu einer möglichen Markteinführung macht Jaguar Land Rover nicht. Die Software habe jedoch bereits einen hohen Reifegrad und könnte schon heute nahtlos in existierende Touchscreens integriert werden. Voraussetzung sei aber die Verfügbarkeit korrekter Sensordaten über den Fahrer. Das heißt: Zusätzliche Sensoren und mindestens eine Kamera müssten in die Serie einfließen, damit die bereits patentierte Technologie einsatzfähig ist. (Boris Johnson und sein gepanzerter Jaguar: Diese Spezialausstattung soll den Premier schützen)

Die Entwicklung der Technologie mit der Bezeichnung „predictive touch“ (zu deutsch: „vorausschauende Berührung“) erfolgt in Zusammenarbeit mit der Universität Cambridge. Prof. Simon Godsill vom Lehrstuhl für Ingenieurwissenschaften bringt die Vorteile der berührungslosen Bedienung auf den Punkt: „Touchscreens und andere interaktive Displays werden von den meisten Menschen mehrmals am Tag genutzt. Doch es kann schwierig sein, sie zu bedienen, wenn man in Bewegung ist. Sei es während einer Autofahrt oder während des Joggens, wenn man zum Beispiel die Musik am Smartphone wechseln will. Wir wissen auch, dass gewisse Krankheitserreger über Oberflächen übertragen werden können, und so könnte diese Technologie das Risiko für diese Art der Übertragung reduzieren.“ Gerade die Übertragung von Krankheitserregern ist in Zeiten des Corona-Virus ein wichtiger Aspekt. (Mit Material von SP-X)

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