1. 24auto
  2. News
  3. Technik

LED-Bling-Bling bei Audi: Ist das die Zukunft der Scheinwerfer?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcus Efler

Das Tagfahrlicht wird immer mehr zum Design-Merkmal von Automarken. Beim Audi Q4 e-tron verrät es sogar schon von Weitem, wer drinsitzt.

Ingolstadt – Scharf geschnittene Flanken, sportliche Keilform, schlanke Leuchtbänder: Die Designer der Autoindustrie finden viele Wege, ihre Modelle charakterstark und unverwechselbar wirken zu lassen. Vor allem der Einzug der LED-Leuchten, die sich in vielen Formen gestalten lassen, schenkt ihnen neue Freiheiten. Das Licht selbst aber wird bislang eher selten als Stilmittel eingesetzt. Einer der ersten Autohersteller, die das Potenzial der modernen Leucht-Technologie erkannt und genutzt haben, war Audi: Die sogenannten „Wischblinker“, bei denen der gelbe Richtungszeiger nicht einfach an- und ausgeht, sondern das Licht von innen nach außen schwingt, ist bei Käufern besonders beliebt und wird in Modellen, in denen es nicht sowieso schon serienmäßig ist, gerne mitgeordert. (Ärger bei Audi: Team der Tesla-Jäger Knall auf Fall ausgebremst)

Verschiedene Tagfahrlicht-Konfigurationen beim Audi Q4 e-tron

Licht-Signatur nach Wahl: das Audi-Tagfahrlicht beim Audi Q4 e-tron © sagmeister_potography/Audi AG

LED-Bling-Bling bei Audi: Ist das die Zukunft der Scheinwerfer?

Jetzt geht die Volkswagen-Marke den nächsten Schritt: Beim elektrischen Q4 e-tron (hier geht’s zum Fahrbericht) zeigt das LED-Tagfahrlicht ein prägnantes Muster. Technisch möglich wird dies durch jene elf Segmente der Matrix-Scheinwerfer, die oberhalb von Abblend- und Fernlicht in den schmalen Leuchten sitzen. Sie lassen sich einzeln ansteuern und ergeben so ein typisches Bild – das auch alle entgegenkommenden Autofahrer mit dem Audi Q4 assoziieren sollen. (Power-Q4 von Audi im Test: Reichen 299 PS, um gegen Tesla zu bestehen?)

LED-Tagfahrlicht des Audi Q4 e-tron

Individualisierbar: das Tagfahrlicht des Audi Q4 e-tron © sagmeister_potography/Audi AG

LED-Bling-Bling bei Audi: Vorbild auch für andere Automarken?

Allerdings brauchen sie möglicherweise einige Zeit, um die Lichtsignatur zu lernen: Es gibt nämlich vier verschiedene. Der besondere Clou dieser Technologie ist dabei, dass der Fahrer sie über sein MMI, das Audi-eigene Bediensystem, frei wählen kann. Eine Art, das Auto zu individualisieren wie früher Rallyestreifen oder Spoiler, nur irgendwie stilvoller. Technisch ist das Ganze keine Raketenwissenschaft, sodass andere Automarken möglicherweise bald nachziehen. Es sei denn, sie bevorzugen eine eindeutige Lichtsignatur, die unveränderlich zur Marke gehört. Wie die vier Ringe von Audi. Da kann der Fahrer ja auch nicht mal eben fünf draus machen.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant