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SUV mit Schwangerer von Polizei gerammt – Auto überschlägt sich: Fahrerin langt’s

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Von: Jasmin Pospiech

Ein Polizist ist der Meinung, dass eine Frau vor ihm im SUV zu schnell fährt. Sie soll rechts ranfahren. Doch das geht ihm offenbar nicht schnell genug, weshalb er zu unmöglichen Mitteln greift.

Pulaski County (Arkansas) – Wenn man zu schnell fährt oder einer Polizeistreife anderweitig verdächtig vorkommt, geschieht es häufig, dass man von den Beamten angezeigt bekommt, die Geschwindigkeit zu drosseln und bei der nächsten Gelegenheit, zum Beispiel einer Ausfahrt, abzufahren oder an einer Straße, die breit genug ist, rechts ranzufahren.

Dieses Vorgehen lernen bereits Fahrschüler, um den weiteren Verkehrsfluss nicht zu stören. Und daran hat sich auch Janice Nicole Harper gehalten, als sie mitten in der Nacht auf einem Highway im US-Bundesstaat Arkansas den Streifenwagen hinter ihrem SUV bemerkt.

SUV mit Schwangerer von Polizei gerammt – Auto überschlägt sich: Fahrerin reicht’s

Angeblich ist die 39-Jährige zu schnell unterwegs, weshalb ihr der zuständige Polizist signalisiert, dass sie anhalten soll. Doch was nach einer ganz normalen Kontrolle klingt, wird für die US-Amerikanerin zum Albtraum ihres Lebens. Die Dashcam, die im Streifenwagen montiert ist, nimmt die ganze Aktion auf.

Auf den Aufnahmen ist zu erkennen, wie der SUV etwas langsamer wird und auf der äußerst rechten Fahrspur mitten auf der Linie zwischen rechter Fahrspur und Seitenstreifen fährt. Letzterer ist schließlich zu schmal, erst recht, wenn man mit einem SUV unterwegs ist. Daher schaltet Harper den Warnblinker an und erklärt später, dass sie auf eine passende Gelegenheit gewartet habe, um stehenbleiben zu können. (Mann vergisst schwangere Freundin auf Rastplatz: „Einfach mal 50 km Ruhe genießen“)

SUV mit Schwangerer von Polizei gerammt – Fahrerin im zweiten Monat

Doch das geht dem Beamten wohl nicht schnell genug, weshalb er kurzerhand den Geländewagen am linken Heck rammt. Mit der Folge, dass der Wagen der Frau nach links ausbricht und gegen die Betonschutzwand in der Mitte der Straße prallt und sich am Ende sogar überschlägt. Schockierend, vor allem wenn man bedenkt, dass Harper zu diesem Zeitpunkt im zweiten Monat schwanger ist! (JP Kraemer will keine Kinder – Fans reagieren emotional: „Das ist ein Fehler“)

Eine Polizei-Dashcam zeigt, wie eine Streife einen vor sich fahrenden SUV rammt.
Die Polizei-Dashcam zeigt den Moment, in dem der Streifenwagen von hinten den SUV rammt. © Denton & Zachary

Zwar bleibt der Polizist sofort stehen und schaut nach dem Rechten und man hört auch die Frau wütend rufen, dass sie ein Kind erwarte, doch den Beamten scheint das kaltzulassen. Statt zu fragen, ob es ihr gut gehe, erwidert er nur: „Warum haben Sie nicht angehalten?“ Danach ist auf den Aufnahmen wieder die traumatisierte Frau zu hören, wie sie sagt: „Weil ich nicht das Gefühl hatte, dass es sicher war.“ Der Beamte: „Nun, hier sind Sie gelandet“. Dazu erklärt ihr der Beamte noch, dass er ein sogenanntes PIT-Manöver (= Ramm-Aktion, um verfolgtes Auto zu stoppen) angewendet hat, was immer dann zum Einsatz komme, wenn jemand fliehe oder nicht anhalten wolle. (Zehn Polizei-Streifen jagen Mercedes-Raser: „Er versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen“)

SUV mit Schwangerer von Polizei gerammt – Klage auf Schadenersatz

Harper selbst hat jetzt Anklage gegen die Arkansas State Police erhoben, obwohl der Vorfall schon im Juli 2020 passiert hat. Sie fordert Schadenersatz und dass solche gefährlichen Ramm-Aktionen als Teil von Polizei-Einsätzen in Zukunft untersagt werden. Glücklicherweise ist für die 39-Jährige alles glimpflich ausgegangen. (Handy am Steuer: Frau muss 300 Euro Strafe zahlen – sie sagt, es war ein Eis)

Ihr Baby ist vor vier Monaten gesund zur Welt gekommen, was ein Glück ist, schließlich hat die frisch gebackene Mutter zum Zeitpunkt des Unfalls Angst gehabt, ihr Kind aufgrund des Aufpralls zu verlieren. Sie selbst habe ja auch mit „höllischen Prellungen“ zu kämpfen gehabt.

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