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Sturmschaden am Auto: Diesen Fehler sollten Sie jetzt auf keinen Fall machen

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Von: Marcus Efler

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Sturm abgezogen, Auto verbeult: Ein Fall für die Kasko-Versicherung. Wer jetzt aber falsch handelt, für den kann es teuer werden.

München – Es stürmt, Äste krachen von Bäumen, Bauzäune und Schilder fliegen umher – da kann es auch mal ein Auto treffen. Glück gehabt, wenn niemand verletzt wird, aber das Blech ist verbeult. Der erste Instinkt: Ab in die Werkstatt, richten lassen – die Versicherung wird schon zahlen.

Tatsächlich ist, wer eine Kaskoversicherung hat, bei Sturmschäden am Auto meist gut abgesichert. In der Regel tritt die Teilkasko ein, sodass der Halter lediglich die Selbstbeteiligung zahlen muss. Eine Rückstufung in der Schadensfreiheitsklasse findet nicht statt. Auf Wunsch der Versicherung muss der Fahrzeughalter notfalls mit Angaben des Wetteramtes einen Sturmschaden nachweisen, denn zum Zeitpunkt der Beschädigung muss der Wind mindestens Stärke 8 gehabt haben. Gezahlt wird aber nur für unverschuldete Schäden. Prallt ein Auto während der Fahrt gegen einen bereits längere Zeit auf der Straße liegenden Baum, geht der Fahrer mit einer Teilkasko leer aus. In diesem Fall zahlt nur die Vollkasko. (Versicherungen langen zu: Diese Automodelle werden deutlich teurer)

Sturmschaden am Auto: Diesen Fehler sollten Sie jetzt auf keinen Fall machen

Wichtig aber auf jeden Fall: Den Anruf bei der Versicherung sollte man möglichst schnell tätigen – und zwar noch, bevor man in die Werkstatt seines Vertrauens fährt. Und dann eventuell warten. Denn bei größeren Unwettern lassen die Assekuranzen häufig Sammelgutachten zu feststehenden Terminen erstellen, da meist eine Vielzahl von Fahrzeugen in einer Region betroffen ist. Wird dieser Termin verpasst, muss man sich noch mehr in Geduld üben. Einen eigenen Gutachter darf der Geschädigte – anders als bei einem Unfall mit Fremdverschulden – nicht einschalten. Auch eine Reparatur auf eigene Faust empfiehlt sich nicht, ansonsten kann man auf den Kosten sitzen bleiben. (Wasserschaden nach Hochwasser: Das sollten Autobesitzer jetzt tun)

Auto nach Sturm unter Bäumen (Symbolbild)
Sturmtief Antonia hat so einige Autos erwischt – wie hier in Köln. (Symbolbild) © Federico Gambarini/dpa

Sturmschaden am Auto: Wer den Bauzaun aufgestellt hat, muss möglicherweise zahlen

Aber auch, wer überhaupt keine Kaskoversicherung abgeschlossen hat, geht nicht unbedingt leer aus. Denn in bestimmten Fällen haben Fahrzeughalter einen Anspruch gegen Hausbesitzer, Eigentümer von umgestürzten Bäumen oder Baufirmen – nämlich dann, wenn ihnen eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht vorgeworfen werden kann. Sind Dachziegel vom Haus gefallen, muss der Eigentümer nachweisen, dass er regelmäßig prüft, ob die Ziegel noch richtig sitzen. Eigentümer von Bäumen sind verpflichtet, deren Zustand zu kontrollieren und morsches Geäst zu entfernen. Auch in diesem Fall muss der Besitzer des Baums nachweisen, dass er dieser Verpflichtung nachgekommen ist. Wird ein Fahrzeug durch einen Bauzaun oder ein Baustellenschild beschädigt, haftet der Aufsteller, wenn er diese Einrichtungen nicht fachgerecht gesichert hat. (Blitz schlägt neben Pkw ein – Fahrer erschrickt so stark, dass er ...)

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Sturmschaden am Auto: Risiko Dachboxen

Wer während eines Sturmes mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich der Gefahr stets bewusst sein und besonders vorsichtig fahren. Dazu gehört neben der angepassten Geschwindigkeit auch, beide Hände fest ans Lenkrad zu legen, falls es auf einer Autobahnbrücke oder vor einer Waldschneise starke Seitenwinde gibt. Diese können vor allem Autos mit Aufbauten wie Dachboxen oder Fahrradgepäckträgern sowie hohen Fahrzeugen wie Lkw, Bussen oder Anhängern gefährlich werden. (Holger Holzer/SP-X)

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